Reparieren statt wegwerfen: Schwedische Regierung will Bürger für Nachhaltigkeit belohnen

Laptop mit Schraubenzieher und Zange auf der Tastatur liegend.
Wie oft haben Sie schon Dinge weggeschmissen, die man eigentlich noch hätte reparieren können? © picture alliance / dpa Themendie, Kai Remmers

Gut für die Umwelt und die Arbeitswelt

Viele Verbraucher kennen es: Aufgrund hoher Arbeitskosten ist der Neukauf eines Geräts oftmals günstiger als die Reparatur. Doch Schwedens rot-grüne Regierung will der Wegwerfkultur jetzt den Kampf ansagen. Ein neuer Regierungsvorschlag, der bereits ab 2017 gelten könnte, sieht vor, Bürger für Nachhaltigkeit zu belohnen.

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So soll zum Beispiel die Reparatur von Kühlschränken und Spülmaschinen künftig von der Einkommenssteuer absetzbar gemacht werden. Eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes von Reparaturen von 25 auf 12 Prozent ist ebenfalls in Planung.

Als Ausgleich soll auch noch eine Chemiesteuer eingeführt werden, die Neukäufe von zum Beispiel Computern und Haushaltsgeräten verteuert und so dazu motivieren soll, kaputte Geräte eher zu reparieren. Schweden schlägt bei seiner Idee gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:  Neben der Müllreduzierung soll die angestrebte Heimreparaturindustrie auch noch neue Jobs für Zuwanderer schaffen.