Rettungsgasse: So einfach geht das - emotionaler Aufruf der Feuerwehr

So einfach geht's: Rettungsgasse
So einfach geht's: Rettungsgasse Feuerwehr mit emotionalem Appell 00:02:12
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Rechts oder links? Feuerwehr und ADAC klären auf

Stillstand im Stau nervt. Was noch viel mehr nervt, haben die Feuerwehrmänner aus Oyten bei Bremen in einem emotionalen Facebook-Clip aufgezeigt: Sie klagen, dass viele Autofahrer es nicht schaffen, eine Rettungsgasse zu bilden. Das erschwert nicht nur den Rettungskräften die Arbeit, es kann auch Unfallopfern das Leben kosten.

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"Die nicht gebildete Rettungsgasse macht uns wütend!"

Sie würden durch Ignoranz und Doofheit behindert, schreiben die Feuerwehrmänner bei Facebook. "Die nicht gebildete Rettungsgasse macht uns wütend!" Oft verlieren die Retter aus Oyten - und bundesweit ihre Kollegen - wertvolle Zeit, wenn sie auf der Autobahn nicht zur Unfallstelle durchkommen.

Dabei sind die Regeln für eine Rettungsgasse ganz einfach: Bei zweispurigen Fahrbahnen müssen sich die Autos auf der linken Spur ganz links einordnen und die Fahrer auf der anderen Seite so weit wie möglich rechts. Die Gasse befindet sich dann in der Mitte.

Bei drei- und vierspurigen Autobahnen gilt seit dem 1. Januar eine neue Regelung: Hier fährt nur die linke Staureihe nach links, die Fahrer auf allen anderen Spuren fahren nach rechts.

Häufige Fehler bedeuten Lebensgefahr für Opfer und Retter

ADAC-Sprecherin Melanie Mikulla erklärt, welchen Fehler Autofahrer besonders oft machen: "Das Wichtige bei der Rettungsgasse ist, dass sie nicht erst gebildet wird, wenn ich im Stau stehe." Dann stünden die Autos bereits dicht an dicht und es sei zu spät. "Es ist schon wichtig, eine Rettungsgasse zu bilden, wenn es stockenden Verkehr gibt."

Den Rettungswagen den Weg zu versperren, ist für Unfallopfer lebensgefährlich. Zudem müssen sich Feuerwehrleute oft selbst in Gefahr begeben, wenn sie auf der Autobahn aussteigen, um den Autofahrern Anweisungen zu geben. Die Feuerwehrmänner aus Oyten hoffen, dass sie mit ihrer Klartext-Ansage bei Facebook neue Aufmerksamkeit für das wichtige Thema geschaffen haben.


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