Rohrreiniger-Attacke auf Spielplätzen: Schon fünf Kinder im Krankenhaus

Kinderhasser verteilt Rohrreiniger auf Spielplätzen
Kinderhasser verteilt Rohrreiniger auf Spielplätzen Staatsanwaltschaft ermittelt 00:02:08
00:00 | 00:02:08

Staatsanwaltschaft ermittelt

Ein Unbekannter streut im Raum Aachen auf Spiel- und Grillplätzen offenbar ein Rohrreiniger-Granulat aus, damit sich Kinder daran verletzen. Bereits fünf Kinder kamen mit Verätzungen ins Krankenhaus. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchter Tötung.

- Anzeige -

Die Tat eines Kinderhassers?

Das Unglück geschah im Aachener Westpark. Ein zweijähriges Mädchen hatte nach dem Eisessen plötzlich schlimme Schmerzen und weinte. Sein Mund war verätzt. Das Kind musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Ihr war offenbar Rohrreiniger in den Mund geraten.

Bereits fünf Kinder wurden auf diese Weise schon verletzt, weil sie mit Rohrreiniger-Granulat in Kontakt kamen. Zuvor wurde der giftige Stoff auf zwei Grillplätzen gefunden, nun im Aachener Westpark auf Klettergerüsten und Sitzbänken. Insgesamt mussten 20 Bänke abmoniert werden, weil ein nahegelegerner Teich durch Abspritzen der Substanz verunreinigt werden könnte. Die Spielplätze wurden bis auf Weiteres gesperrt.

Vorsicht geboten!

Die Behörden appellieren an Eltern auf Spielplätzen und in Parks besonders wachsam zu sein. Auch die Kitas sind alamiert. Die Stadt empfiehlt, Flächen besonders nach weißen Kügelchen abzusuchen, damit die Kinder nicht mit der ätzenden Chemikalie in Kontakt kommen. Die Substanz ähnelt Salzen oder Waschmittel.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen wegen versuchter Tötung aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung von 3.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.