Rote Liste aktualisiert: 21.286 Tierarten vom Aussterben bedroht

27.11.2013 | 09:48
Rote Liste aktualisiert: 21.286 Tierarten vom Aussterben bedroht Das Okapi ist nur eine von 21.286 Tierarten, die laut der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) vom Aussterben bedroht sind.

Aussterberate hat sich um den Faktor 1.000 erhöht

Bedroht vom Klimawandel und vom Mensch, von Kriegen und schrumpfenden Lebensräumen haben sie keine Chance. Ohne Hilfe werden sie sterben. Wenn sich nichts ändert, sind sie für immer verloren. Laut der aktualisierten Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) sind 71.576 Tierarten gefährdet, 21.286 gelten schon jetzt als vom Aussterben bedroht. Es sind erschreckende Zahlen, die wachrütteln.

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"Die Rote Liste zeigt einmal mehr, dass das menschliche Verhalten, die menschliche Lebensweise die Artenvielfalt auf unserem Planeten bedroht", so Jörn Ehlers vom WWF. Bereits früher sind Tiere wie die Dinosaurier ausgestorben. Jetzt aber habe sich die Aussterberate um den Faktor 1.000 erhöht. Ein Alarmzeichen.

Auch Gorillas und Pandas könnte es bald nicht mehr geben

So ist beispielsweis auch das Okapi stark gefährdet. Sie wissen nicht was das für ein Tier sein soll? Kein Wunder! Die Tiere, die aussehen wie eine Kreuzung aus Zebra und Giraffe, sind so scheu, dass erst 2008 ein Exemplar in freier Wildbahn fotografiert werden konnte. Und bald schon könnte es kein einziges freilebendes Okapi mehr geben. Grund sind die Kriege in ihrer Heimat Kongo, Wilderer und illegaler Bergbau.

Und es sind nicht nur Okapis, die gefährdet sind. Zahlreiche Vogelarten, Gorillas und auch Pandas zählen zu den Tieren, die es bald nicht geben könnte. Ihre Lebensräume sind durch Abholzung bedroht, andere Arten sind wegen ihrer Felle oder ihres Fleischs begehrte Trophäen. Der Schutz dieser Lebewesen ist oft teuer und anstrengend, aber er lohnt sich! Und manchmal helfen auch kleine Maßnahmen: So gilt die Lederschildkröte – früher oft ungewolltes Fangobjekt von Fischern - inzwischen nicht mehr als kritisch gefährdet. Der Grund: Die Fischer verwenden jetzt anders geformte Angelhaken.

Bildquelle: dpa bildfunk