RTL-Reporter Ulrich Klose: "Großes Glück, dass die Hauptsprengwirkung den Bus verfehlt hat"

RTL-Reporter Ulrich Klose in Dortmund
RTL-Reporter Ulrich Klose in Dortmund 00:01:41
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Hauptsprengkörper war zu hoch angebracht

Ein 28-jähriger Verdächtiger wurde im Raum Tübingen festgenommen. Er soll auf einen Kurssturz der BVB-Aktien gesetzt haben und den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund aus Habgier ausgeführt haben. RTL-Reporter Ulrich Klose erklärt, warum der Sprengstoffanschlag nicht noch verheerender ausgefallen ist.

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Wie viel Geld der festgenommene Deutsch-Russe mit einem Kursverlust der BVB-Aktien einnehmen hätte können, das hat die Bundesanwaltschaft noch nicht errechnen können. Sicher sei: Je tiefer die Aktie des Fußballvereins gefallen wäre, desto höher wäre der Gewinn für den Verdächtigen ausgefallen, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler. Und je größer der Schaden, desto tiefer auch der Fall der BVB-Aktie.

Der mutmaßliche Attentäter war also bereit, aus Habgier Menschenleben zu gefährden. Ihm wird versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

RTL-Reporter Ulrich Klose am Anschlagsort in Dortmund

Der mutmaßliche Täter deponierte drei Sprengsätze in einer Hecke an der Zufahrtstraße zum Hotel. Um die genaue Fahrtroute des Busses und den Abstand von der Hecke zum fahrenden Bus genau einschätzen zu können, habe sich der Mann mehrfach ein Zimmer in der ersten Etage des Dortmunder Mannschaftshotels gebucht, berichtet RTL-Reporter Ulrich Klose. "Er wollte zentimetergenau wissen, wo der BVB-Bus sich befindet", so Klose. Der Verdächtige soll die Sprengsätze per Funk ferngezündet haben.

"Es ist ein großes Glück, dass der Hauptsprengsatz etwas zu hoch angebracht war", erklärt der RTL-Reporter. So sei die Sprengwirkung dieser Explosion über den Bus hinweggegangen. Durch die Sprengung der beiden kleineren Sprengladungen war der Bus des BVB beschädigt worden. Der Abwehrspieler Marc Bartra und ein Motorradpolizist waren verletzt worden.