Rückenleiden: Durchbruch in Forschung - den Faszien auf der Spur

Bahnbrechende Erkenntnisse

Zwickt es bei Ihnen auch im Rücken? Wahrscheinlich ja, denn zwei Drittel aller Deutschen klagen mindestens einmal im Jahr über Schmerzen im Kreuz. Doch die Bandscheibe ist nur selten das Problem. Völlig unterschätzt wurden bisher die sogenannten Faszien - sie sind das Bindegewebe, das die Muskeln und auch Organe wie eine Art Wurstpelle umhüllt. Wenn es verklebt, kann es Schmerzen auslösen, das haben Forscher herausgefunden.

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Rückenschmerzen
Zwei Drittel der Deutschen leidet an Rückenproblemen. © dpa, Arno Burgi

Noch immer ist der Grund für 80 Prozent aller Rückenschmerzen unbekannt, verfilzte Faszien vor allem im Lendenwirbelbereich und unteren Rücken könnten schuld daran sein. Mit einem hochauflösenden Ultraschall machen sie die Schichten um das Bindegewebe erstmals sichtbar und können so nachweisen, wie wichtig die Faszien sind.

Um die Faszien elastisch zu halten und Schmerzen vorzubeugen, bieten die ersten Fitnessstudios spezielle Trainings an. Dehnen, Springen, Massieren – das alles macht das Bindegewebe weich.

Was die Faszien dagegen gar nicht mögen, ist Stress. Auch das konnten die Experten nachweisen. Dann werden Botenstoffe ausgeschüttet, die das Bindegewebe versteifen lassen. Die Forscher sind den Faszien auf der Spur.