Selbstjustiz in Indien: Lynch-Mob kastriert angeblichen Vergewaltiger

Kastration mit Fleischerbeil

Ein Inder hat für einen Vergewaltigungsversuch fast mit seinem Leben bezahlt – er wurde von einer wütenden Menge gelyncht. Der Vorfall ereignete sich laut 'Daily Mail' in Ganganagar im Nordwesten von Indien.

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Inder nach versuchter Vergewaltigung gelyncht
Nachdem er versucht hatte, ein Mädchen zu vergewaltigen, wurde dieser Inder mit einem Fleischerbeil kastriert. © action press, Cen

Wie der 'Independent' berichtet, hatten die Schreie seines Opfers Helfer auf den Plan gerufen. Der Mann soll das Mädchen demnach gegen eine Wand gedrückt haben – offenbar war er im Begriff, sie zu vergewaltigen. Wütende Zeugen zogen ihn von dem Mädchen weg und brachten ihn zu einer Metzgerei. Dort schlug die aufgebrachte Menge mit Stöcken auf den Mann ein, um ihm anschließend mit einem Fleischerbeil die Genitalien abzuhacken. Nach den Misshandlungen wurde der mutmaßliche Vergewaltiger blutend auf der Straße zurückgelassen.

Nicht der erste Fall von Lynchjustiz

Laut einem Zeugen half niemand dem Mann, da sich bereits herumgesprochen hatte, dass er ein Sexualverbrechen begehen wollte. Die Menge habe mit dem Lynchen des Mannes ein Zeichen setzen wollen. Die Polizei hingegen verurteilte das Vorgehen.

Der Mann wird laut Medienberichten im Krankenhaus behandelt und sei nach Angaben der Ärzte in kritischer Verfassung. Das Mädchen stehe unter Schock.

Dieser Fall von Lynchjustiz ist nicht der erste in Indien. In den vergangen Monaten gab es mehrere Fälle von (zum Teil versuchter) Vergewaltigung, bei der die Täter hinterher von Bürgern bestraft wurden.


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