Siamesische Zwillinge Angelica und Angelina erfolgreich getrennt

16.11.2011 | 07:15

Zehnstündige Marathon-OP

Lebensgefährliche Marathon-OP für ein eigenständiges Leben: Angelina und Angelica waren von der Brust bis zum Bauchnabel zusammengewachsen. Es war riskante Operation, doch es ging um Freiheit für die beiden Mädchen.

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Vor zwei Wochen dann der riskante Eingriff: 20 Ärzte operierten stundenlang - mit Erfolg! Nun durften die beiden philippinischen Mädchen mit ihrer Mama das Krankenhaus in Kalifornien verlassen. Eine überglückliche Mutter versucht ihre Gefühle zu beschreiben: "Wir können es kaum erwarten, sie mit anderen Kindern spielen und toben zu sehen. Danke - und Gott beschütze Sie!"

Gute Prognosen

Endlich nach Hause und nie wieder unfreiwillig aneinander gekettet sein. Für die Mädchen jedoch war ihr Anderssein bisher gelebte Normalität. Ab sofort muss nun jede von ihnen allein fürs Leben trainieren. Das Gleichgewicht zu halten, das ist für Beide die größte Herausforderung. Das fängt erst mal mit dem Aufrichten an, und danach kommt das Gehen und Laufen“, erklärt die Ärztin.

Bis auf eine Narbe wird die beiden Mädchen offenbar nichts mehr daran erinnern, dass sie einst von der Brust bis zum Bauchnabel zusammengewachsen waren. Angelica und Angelina hatten zwar getrennte Gehirne, Herzen und Nieren, doch nur eine gemeinsame Leber. "Im Moment sind die Rippen noch ein wenig gekrümmt, doch die werden mit Hilfe unserer Prothetiker komplett wieder hergestellt", prognostiziert ein behandelnder Arzt.