Snapchat: So gefährlich ist die beliebte Foto-App

Wie gefährlich ist Snapchat?
Wie gefährlich ist Snapchat? Beliebte App bei Teenagern 00:02:20
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Snapchat: Verfallsdatum für Bilder ist eine Illusion

Millionen Teenies haben die App Snapchat auf ihrem Smartphone. Praktisch, denn damit kann man ganz einfach und schnell Schnappschüsse verschicken, die dann innerhalb von Sekunden wieder gelöscht werden - so die Idee hinter der erfolgreichen App. Dass diese Prämisse nicht stimmt, zeigte die jüngste Veröffentlichung von über 200.000 privaten Nacktbildern, die teils von Minderjährigen per Snapchat verschickt wurden. Wir zeigen Ihnen, warum diese Anwendung so gefährlich für Teenager ist und was Eltern darüber wissen sollten.

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Snapchat: So gefährlich ist die beliebte Foto-App
Alle per Snapchat versendeten Bilder sollen nach 10 Sekunden wieder gelöscht werden - doch es gibt mehrere Methoden, um sie doch zu speichern. © DPA

Viele Kinder nutzen die Anwendung für Schnappschüsse. Die Bilder kann man an den Freundeskreis verschicken und angeblich sind diese nur für kurze Zeit sichtbar und werden innerhalb von Sekunden wieder gelöscht. Und genau diese Funktion verführt Jugendliche, leichtsinnig zu werden. So verschicken manche gern ein Nacktfoto von sich - es ist ja wenig später verschwunden. Dass der Empfänger jedoch einen Screenshot davon machen kann und das Bild auf dem Smartphone zwischengespeichert wird, daran denken die Teenies nicht.

Mittlerweile gibt es sogar extra Apps, die Snapchat-Bilder speichern, zum Beispiel 'SnapSave'. Das Versprechen, die Bilder nach spätestens zehn Sekunden nicht mehr einsehbar zu machen, kann Snapchat somit nicht halten. Über einen ähnlich funktionierenden 'Drittanbieter' sollen übrigens auch die privaten Fotos ins Netz gelangt sein.

Wie sicher ist Snapchat?

Mediencoach Kristin Langer rät, sich vor dem Absenden noch einmal selbst zu fragen: Will ich das wirklich an jemanden weitergeben? Wer darf die Fotos sehen? Außerdem empfiehlt sie Eltern, Interesse für die neueste Technik zeigen, damit auch sie die Gefahren besser verstehen und entsprechend gegensteuern können. Denn schützen kann man sich vor Snapchat letztendlich nicht - der einzige Schutz besteht darin, keine kompromittierenden Fotos von sich hochzuladen und zu verschicken.