Spanien: Brite schlägt deutschen Pädophilen tot, weil der seine Tochter filmte

Obduktion soll Todesursache klären

Eigentlich will die britische Familie nur gemeinsam essen gehen. Dann gerät der Besuch im Restaurant nahe des Yacht-Hafens von Sotogrande, Spanien, außer Kontrolle: Der Vater sieht plötzlich wie der 43-jährige Sandro R. aus Deutschland seine kleine Tochter filmt. Er bittet ihn, damit aufzuhören. Doch R. hört nicht auf. Als der Familienvater ihm den Tablet-PC entreißt, entdeckt er angeblich nicht nur die Bilder seiner Tochter, sondern auch kinderpornografisches Material.

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Sandro R. wurde erschlagen
Sandro R. soll der Polizei bereits wegen des Besitzes von Kinderpornografie bekannt gewesen sein.

Daraufhin schlägt der Brite zu - wie die spanische Polizei bestätigt. "Als die Rettungskräfte kamen und seine Verletzungen gesehen haben, haben sie ihn in ein Krankenhaus gebracht, wo er gestorben ist", sagt eine Polizeisprecherin. Ein einziger Schlag hatte gereicht, die tödlichen Verletzungen zu verursachen. Der Brite war früher Boxer. Um die genaue Todesursache zu klären, soll Sandro R. jetzt obduziert werden.

Sandro R. wohnte seit einigen Jahren San Roque – nahe der Meeresenge von Gibraltar – wo die Schönen und Reichen gerne Urlaub machen.

Opfer war polizeibekannt

Sandro R. wohnte seit einigen Jahren San Roque – nahe der Meeresenge von Gibraltar – wo die Schönen und Reichen gerne Urlaub machen. "Das fast schon perfide an der Geschichte ist, dass das deutsche Opfer den Ermittlern offenbar schon einmal wegen Kinderpornografie ins Netz ging und – mehrere spanische Medien schreiben das - festgenommen wurde. Ob das der Vater des britischen Mädchens wusste, weiß man nicht hundertprozentig. Es ist aber davon auszugehen, weil man sich hier in den spanischen Dörfern einfach kennt", berichtet RTL-Reporter Stephan Richter aus Sotogrande.

Nachdem der Brite zunächst flüchten konnte, hat die Polizei den Mann unter dem Vorwurf des Mordes festgenommen. Inzwischen ist er in Untersuchungshaft genommen worden, berichtete die spanische Nachrichtenagentur efe. Der Ermittlungsrichter habe den 40-Jährigen in Algeciras zum Beschuldigten erklärt und des Totschlags bezichtigt, hieß es unter Berufung auf Justizkreise. Ob die britische Familie ebenfalls in Spanien lebt, oder dort Urlaub machte, ist derzeit nicht bekannt.