Sparkassen-Hammer: "Geld zahlen, um Bargeld zu bekommen? Das ist eine Frechheit"

"Gebühren fürs Geldabheben? Das ist eine Frechheit"
"Gebühren fürs Geldabheben? Das ist eine Frechheit" Ein Kommentar von Franziska Klaren 00:00:56
00:00 | 00:00:56

"Sparkassen sind damit nicht mehr gemeinnützig, sondern einfach nur noch gemein"

Geld vom Automaten gibt's bei den günstigsten Sparkassen-Kontomodellen nur noch zwei bis vier Mal im Monat gratis, jedes weitere Geldziehen kostet zwischen 29 und 50 Cent. Und das sorgt für mächtig Ärger. Rund 40 der knapp 400 Sparkassen halten künftig beim Geldabheben die Hand auf. Verbraucherschützer fürchten: Das könnte erst der Anfang sein und bald alle treffen. Jetzt mal ehrlich - das geht gar nicht. 

- Anzeige -

Ein Kommentar von Wirtschaftsexpertin Franziska Klaren

Eigentlich sind die Sparkassen mal dafür gegründet wurden, um dem Gemeinwohl zu dienen. Jeder sollte in jedem Dorf in Deutschland Geld abheben können. Und genau das wird jetzt ausgehebelt. "Durch die Gebühren auf das Geldabheben sind die Sparkassen aus meiner Sicht nicht mehr gemeinnützig, sondern einfach nur noch gemein", sagt Franziska Klaren. Für sie ist damit das Ende des Bargelds besiegelt, weil wir immer mehr mit der Karte bezahlen werden: "Die Banken und im Endeffekt auch der Staat können immer nachvollziehen, wann wir wofür unser Geld ausgegeben haben. Wir als Verbraucher sind dann total gläsern und das geht gar nicht."

Den kompletten Kommentar unserer Reporterin sehen Sie im Video. Welche Orte und Sparkassen zuerst von den neuen Geldabhebe-Gebühren betroffen sind? Das können Sie hier nachlesen.

Geld vom Automaten? Das kostet bei Sparkassen bald
Geld vom Automaten? Das kostet bei Sparkassen bald Hilft nur noch der Kontowechsel? 00:01:12
00:00 | 00:01:12

Gebühren-Ärger: Hilft nur noch ein Kontowechsel?

"Wir raten den Kunden immer, gehen Sie zu Ihrer Hausbank, schauen Sie, welche unterschiedlichen Konten es gibt. Gerade für die Kunden werden diese unterschiedlichen Kontenmodelle gemacht, damit er sich das für ihn passende heraussuchen kann und eben nicht zu viel bezahlen muss", sagt Stefan Marotzke vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband.

Wichtig dabei: Jede der 400 Sparkassen handelt eigenständig. Gemeinsam haben sie jedoch ein Problem: Sie verdienen wie alle Banken wegen Null-Zinsen und Auflagen im Anlagegeschäft immer weniger, gleichzeitig kosten Filialen und Service immer mehr.