Studie: Zeichenfähigkeit von Kindern gibt Hinweis auf Intelligenz

Zusammenhang zwischen Zeichenfähigkeit und Intelligenz von Kindern entdeckt
Britische Forscher haben herausgefunden, dass die Zeichenfähigkeit von Kindern Hinweise auf deren spätere Intelligenz gibt. © BlueOrange Studio - Fotolia

Schlau malt gut

Die Fähigkeit eines Kindes, mit vier Jahren möglichst realistisch zeichnen zu können, hängt offenbar direkt mit dessen Intelligenz im Alter von 14 Jahren zusammen. Dies ist das Ergebnis einer Studie aus Großbritannien, bei der über 7.700 eineiige und zweieiige Zwillingspaare auf ihre Zeichenfähigkeit und spätere Auffassungsgabe untersucht wurden.

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Das Resultat der Studie ist allerdings kein Grund zur Sorge, falls der eigene Sprössling in jungen Jahren weniger begabt im Umgang mit dem Bleistift ist. Der Zusammenhang sei geringfügig und es gebe unzählige Faktoren, sowohl genetischer als auch umweltbedingter Art, die die Intelligenz im späteren Leben beeinflussen, zitiert 'CBS News' die Psychologie-Professorin Dr. Rosalind Arden.

Auch Gene spielen eine Rolle

Die Eltern sollten bei der Studie ihre vierjährigen Kinder darum bitten, ein Bild von einem Kind zu malen, welches Arden und ihre Kollegen dann anhand einer Skala von null bis zwölf Punkten bewerteten. Die Punktzahl wurde auf Basis verschiedener Kriterien wie dem Vorliegen und der Korrektheit von Merkmalen wie Kopf, Augen, Nase, Mund, Haaren und Gliedmaßen ermittelt. Darüber hinaus nahm jedes Kind sowohl mit vier Jahren als auch zehn Jahre später mit 14 Jahren an einem Intelligenztest teil.

Die Fähigkeit, gut zeichnen zu können, ist der Studie zufolge verantwortlich für 33 Prozent der festgestellten Intelligenz-Unterschiede im Alter von vier Jahren und 20 Prozent der Unterschiede mit 14 Jahren. Doch auch die Gene spielen eine nicht unwesentliche Rolle bei der Zeichenfähigkeit eines Kindes. In der Studie waren beispielsweise die Bilder der eineiigen Zwillinge identischer als die der zweieiigen Zwillingspaare. Dies bedeute aber nicht, dass es ein '‘Zeichengen'‘ gebe, betonte Arden.


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