Studie zum Konsumverhalten: Schulkinder bekommen noch mehr Taschengeld

06.08.2013 | 13:02
Deutsche Schulkinder bekommen mehr Taschengeld als je zuvor Deutsche Schulkinder bekommen mehr Taschengeld als je zuvor.

Unsere Kinder bekommen mehr Taschengeld als je zuvor

Süßigkeiten, Kekse, Spielzeug - wofür gibt Deutschlands Nachwuchs eigentlich sein Geld aus? Und wie viel Taschengeld bekommen die Kinder durchschnittlich im Monat? Aus der aktuellen Studie der KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) geht hervor, dass unsere Kinder mehr Taschengeld zugesteckt bekommen als je zuvor. Den Sechs- bis 13-Jährigen stehen im Monat durchschnittlich 27,56 Euro zur Verfügung - das sind 38 Cent mehr als vergangenes Jahr.

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Mit 38 Cent ist die Zunahme zwar nur geringfügig. Allerdings kann der Großteil der Kinder über das Taschengeld frei verfügen. Dazu kommt Bares an Weihnachten (80 Euro) und zum Geburtstag (64 Euro), bei einigen sogar zu Ostern (25 Euro). Meist zeigen sich auch die Großeltern sehr spendabel und stecken ihren Enkelkindern zwischendurch noch etwas zu. Rund 330 Euro Taschengeld haben Deutschlands Schulkinder im Schnitt in der Geldbörse.

Ausgegeben wird das Geld meist für Dinge unterwegs. Dabei stehen Süßigkeiten, Zeitschriften sowie Essen und Trinken ganz oben auf der Liste.

Vier von fünf Kinder haben eigenen Computer

Mehr als die Hälfte der Vorschulkinder erhält ebenfalls eigenes Taschengeld. Rückläufig zu der Summe im Vorjahr (14,26 Euro) sind es hier allerdings durchschnittlich nur 10,68 Euro. Auch bei den kleinsten haben der Weihnachtsmann und der Osterhase oft Spendierhosen an. Jedoch ist der Anteil der Vorschüler, die zu diesen Gelegenheiten Geld bekommen, deutlich geringer als bei den Älteren.

Ebenfalls die Computer- und Internetnutzung verharren demnach auf hohem Niveau. Rund vier von fünf Kindern haben zu Hause Zugang zum Computer, knapp drei von vier nutzen das Internet. Das entspricht 4,6 Millionen und 4,4 Millionen jungen Nutzern in Deutschland. Rund die Hälfte der Zehn- bis 13-Jährigen sind fast täglich online, bei den jüngeren Schulkindern immerhin zehn Prozent. Jedes zweite Schulkind besitzt ein eigenes Handy oder gar Smartphone.

Allerdings setzt sich der Trend fort, dass die Sprösslinge auch Bücher oder Zeitschriften mindestens genauso oft zur Hand nehmen. Besonders Abenteuer und Späße aus Entenhausen begeistern die jungen Leser.

Seit mehr als 20 Jahren informiert KidsVA nun darüber, welche Vorlieben Kinder zwischen sechs und 13 Jahren haben. Auch in diesem Jahr liefert sie einen breiten Überblick über das Konsum- und Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen. Die Studie wurde vom Ehapa-Verlag vorgestellt. Sie basiert auf 1.645 Doppelinterviews von Kindern und Eltern. Sie steht repräsentativ für 7,3 Millionen deutschsprachige Kinder im Alter von vier bis 13 Jahren.

Bildquelle: dpa bildfunk