Terroranschlag in Barcelona: Was wir bisher wissen

Vermutlich Deutsche unter den Opfern
Vermutlich Deutsche unter den Opfern Terror in Barcelona 00:01:15
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Lieferwagen rast in Menschenmenge

Auf der beliebten Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona ist ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. Der Van führ über 500 Meter im Zickzackkzurs über die Straße. Bei dem Terroranschlag starben nach offiziellen Angaben mindestens 13 Menschen, 100 weitere wurden verletzt, 15 davon schwer, wie der katalanische Innenminister bestätigte. Zwei Verdächtige wurden verhaftet. Ein weiterer soll tot in seinem Auto gefunden worden sein. Das ZDF berichtet, auch drei Deutsche seien unter den Opfern.

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Was wissen wir über die Täter?

Zunächst war ein Mann namens Driss Oukabir von Medien als einer der Verdächtigen benannt worden. Dies wurde von der Polizei allerdings nicht bestätigt. Mittlerweile soll sich Oukabir laut 'Ultima Hora' bei den Behörden im 100 Kilometer entfernten Ripoll gemeldet haben - er sei zum Zeitpunkt des Anschlags nicht in Barcelona gewesen, sein Pass sei gestohlen worden. Mehrere Medien hatten berichtet, dass in dem Tatfahrzeug ein Pass gefunden wurde. Die Identität der beiden Verhafteten ist somit weiter völlig unklar.

Wie viele Täter gab es?

Spanische Medien hatten zwischenzeitlich berichtet, mehrere Täter hätten sich in einer Bar verschanzt. Das wurde von der spanischen Polizei dementiert. Offiziell bestätigt ist hingegen, dass ein Verdächtiger bei einer Verkehrskontrolle zwei Polizisten überfahren habe. 'El Pais' meldet, dieser Mann sei tot in seinem Auto gefunden worden. Momentan gehen Medien daher von drei Tätern aus: Zwei Verhafteten und dem Mann, der im Auto starb.

Zwei Verdächtige gefasst
Zwei Verdächtige gefasst Terror in Barcelona 00:00:38
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Wer steckt hinter dem Anschlag?

Die IS-Terrormiliz hat laut ihrem Sprachrohr Amak den Terroranschlag mit einem Lieferwagen in Barcelona für sich reklamiert. Einer "der Soldaten des Islamischen Staates" habe die Tat ausgeführt, meldete Amak am Donnerstag im Internet unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitsquellen.

Wie sollen sich Touristen jetzt verhalten?

Die Polizei hat weite Teile der Innenstadt abgeriegelt. Busse, Metro und Bahnen fahren zur Zeit nicht. Die Behörden forderten die Menschen weiter dazu auf, das Stadtzentrum zu meiden, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. "Reisenden wird geraten, den Bereich weiträumig zu meiden, den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten und sich über die lokalen Medien zu informieren", teilte das Auswärtige Amt mit. 

Spekulationen über deutsche Opfer

Auf Videoaufnahmen vom Tatort bietet sich ein Bild des Grauens. Überall liegen blutende Menschen. Augenzeugen berichten, dass gegen 17 Uhr ein weißer Lieferwagen ungebremst in die Fußgänger raste. Panik brach aus, Menschen liefen schreiend in alle Richtungen. Offiziell bestätigt sind bislang 13 Tote und mindestens 80 Verletzte. Das ZDF berichtet, dass unter den Opfern auch drei Deutsche seien.