Tierquälerei: Was kann ich dagegen tun? – Die besten Tipps

Hunde, Tierquälerei
Immer wieder erschüttern uns Fälle von herzloser Tierquälerei. © picture alliance / dpa, David Tesinsky

Sammeln Sie Beweise

Immer wieder erschüttern uns Fälle von herzloser Tierquälerei. Teilweise im großen Stil wie bei der Hunde-Mafia oder in Schlachthöfen, in denen nicht nach geltendem Recht getötet wird. Aber auch im täglichen Leben, wenn man beobachten kann, wie manche Herrchen mit ihren Hunden oder Katzen umgehen. Sie als Bürger können mehr gegen Tierquälerei tun als Sie glauben. Hier finden Sie eine Anleitung, was zu tun ist, wenn Sie Zeuge solcher Vorfälle werden.

- Anzeige -

Viele Menschen geben Tipps an Tierschutz-Organisationen weiter oder denunzieren die Halter. Das ist aber nicht der richtige Weg. Das ist eine Art Mobbing, die meist ohne Folgen bleibt.

Besser ist: Sammeln Sie Beweise. Versuchen Sie, Fotos oder Videoaufnahmen zu machen. Gerichte brauchen Beweise, ohne Beweise wird es kaum zu einer Verurteilung des Tierquälers kommen. Wichtig ist: geben Sie nie Originale ihrer Beweise heraus. Machen Sie immer Kopien.

Zeugen sind ein wichtiger Faktor

Wichtig auch: Nehmen Sie Zeugen mit. Auch das wird vor Gericht viel wert sein. Auch das Notieren von Autokennzeichen und Adressen kann helfen.

Im nächsten Schritt versuchen Sie herauszufinden, wem die Tiere gehören. Und rennen Sie dann nicht gleich zur Polizei, sondern nehmen Sie all Ihren Mut zusammen und konfrontieren Sie den Halter mit Ihren Vorwürfen.

Bedenken Sie: Sie wollen ja nicht in erster Linie dem Halter schaden, sondern dem Tier helfen. Vielleicht ist der Halter einfach nur unwissend. Tierquälerei kann auch aus mangelnder Kenntnis resultieren. Möglicherweise können Sie dem Halter helfen, möglicherweise können Sie ihm auch ins Gewissen reden. Dann wäre schon viel erreicht.

Eindeutige Tierquälerei können Sie gleich der Polizei oder der Staatsanwaltschaft melden. Ein örtlicher Tierschutzverein wird sicher auch helfen, aber denken Sie daran: Ein Verein braucht unbedingt Dokumente, Fotos, Beweise, um tätig zu werden.

Wenn Sie das Gespräch mit dem vermeintlichen Tierquäler bereits gesucht haben und er sich uneinsichtig zeigte, hilft der Gang zum Veterinäramt. Meist finden Sie das in Ihrem Landratsamt. Keine schlechte Idee ist auch, die örtliche Presse einzuschalten. Lassen Sie nicht locker, auch wenn die Behörden untätig bleiben.

Und denken Sie immer dran: Am besten können Sie den bedauernswerten Tieren helfen, wenn Sie Zeugen und Beweise in der Tasche haben.