Tragödie in Belgien: Baby verhungert wegen Superfood-Diät - Eltern vor Gericht

Säugling verhungert nach Superfood-Diät
Säugling verhungert nach Superfood-Diät Eltern wollten ihrem Kind nur Gutes tun 00:00:54
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Eltern droht Gefängnisstrafe

In Belgien ist ein sieben Monate alter Junge wegen falscher Ernährung gestorben. Seine Eltern hatten auf Ersatznahrung umgestellt, ohne mit einem Arzt zu sprechen. Nun droht ihnen sogar eine Gefängnisstrafe. 

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Eigenmächtig die Ernährung umgestellt

Die Eltern hatten das Baby nur noch mit Superfood gefüttert. Das berichten mehrere belgische Medien übereinstimmend. Demnach war der Junge aus dem belgischen Beveren im Alter von sieben Monaten so unterernährt und dehydriert gewesen, dass er vor seinem Tod nur noch etwas mehr als vier Kilo gewogen habe. Das entspricht der Hälfte des Normalgewichts eines Säuglings in seinem Alter.

Zunächst habe seine Mutter den kleinen Lucas gestillt, hin und wieder habe er auch das Fläschchen bekommen. Als der Junge die Nahrung aber nicht mehr zu vertragen schien, hätten die Eltern eigenmächtig seine Ernährung umgestellt, ohne Absprache mit einem Arzt.

Arztbesuch kommt zu spät

Die Eltern behandelten ihr Baby offenbar, als vertrage es weder Gluten noch Lactose. Von da an sollen nur noch Milchersatz aus Hafer, Buchweizen, Quinoa und Reis auf dem Speiseplan gestanden haben. Produkte, die sie auch in ihrem Naturkostladen anbieten.

Als der Junge immer kränker wurde, suchte das Elternpaar einen Homöopathen auf, der sie direkt ins Krankenhaus schickte. Da war es allerdings schon zu spät. Die Staatsanwaltschaft fordert nun 18 Monate Haft. Die beiden stehen in Dendermonde vor Gericht. Der Vater versicherte, er und seine Frau hätten sich immer gut um Lucas kümmern wollen. Die Mutter bedauerte unter Tränen, nicht früher einen Arzt konsultiert zu haben.