Trockene Heizungsluft: Schadet der Haut und führt zu Erkältungen

Wärme gefährlicher als Kälte?

Draußen ist es eisig kalt und drinnen - dank der aufgedrehten Heizung - angenehm warm. Die Luft wird dadurch aber häufig schlecht und das kann man spüren: Ausgetrocknete Augen und Lippen und gar Nasenbluten sind oft die Folge.

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Winter: Warme Heizungsluft trocknet unsere Haut aus
Die Heizungsluft sorgt für trockene Haut © Karin & Uwe Annas - Fotolia

Auch die Haut kann Schaden davontragen, wie die Dermatologin Heike Heise weiß: "Durch den starken Wechsel zwischen den Temperaturen drinnen und draußen in der Winterzeit kommt es in beheizten Räumen häufig dazu, dass die Haut durch das Aufreißen des Fettfilms noch mehr Wasser verliert. Dadurch kommt es zu einem Spannungsgefühl, manchmal auch Juckreiz in der Haut. Vor allen Dingen können durch die Risse in der Haut auch Erreger leichter eindringen, so dass es manchmal zu Ekzemen kommt."

Der Internist Christian Wiens erklärt ein weiteres Problem: "Zu trockene, zu heiße Luft, die wir zu dieser Jahreszeit zu Hause haben, lässt die Schleimhäute austrocknen. Darüber können sich die Viren, die wir sowieso auf den Schleimhäuten haben, leichter in den Körper einnisten. Dadurch werden dann Erkältungskrankheiten hervorgerufen". Dass die Viren sich in der Wärme ohnehin viel besser verbreiten, daran denken die wenigsten.

Doch dagegen kann man etwas tun: z.B. eine Schüssel Wasser auf die Heizung stellen. Das Wasser verdampft und gibt der Luft so die fehlende Feuchtigkeit zurück. Eine Alternative ist Stoßlüften, alle zwei bis drei Stunden. Und damit die Haut nicht austrocknet muss die fehlende Fettschicht ergänzt werden - etwa mit einer fettigen Creme.

Also: Richtig lüften und gut eincremen, dann lässt die warme Heizungsluft unsere Haut total kalt.