Vater und Sohn im Rhein ertrunken

Vater und Sohn im Rhein ertrunken

Schreckliches Ende eines Familien-Sommerurlaubs: Ein Vater und sein Sohn sind im südhessischen Biebesheim im Rhein ertrunken. Der Zwölfjährige war beim Spielen von der starken Strömung mitgerissen worden. Als der 33 Jahre alte Mann verzweifelt versuchte, sein Kind zu retten, kam auch er im Wasser ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Ein Jetski-Fahrer sah die Ertrinkenden noch, konnte sie aber nicht mehr rechtzeitig erreichen.

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Biebesheim Vater und Sohn ertrunken
Die beiden Leichen wurden inzwischen geborgen © dpa, Alexander Wörl

Der Zwölfjährige hatte am Freitag zusammen mit anderen Kindern auf einer Kiesbank an einem Campingplatz im flachen Wasser gespielt. Auf einmal verloren sie den Halt und trieben ab. Als der Mann seinen hilflosen Sohn sah, stürzte er sich in den Fluss. Der 33-Jährige schwamm zu seinem Kind und fasste es an der Hand. Dann gingen beide in den Fluten unter.

Rettungskräfte fanden den Vater nach einer groß angelegten Suchaktion in der Nacht zum Samstag, ein Notarzt konnte aber nur noch den Tod feststellen. Die Leiche des Jungen entdeckten die Helfer nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag. Ein Jetski-Fahrer hatte ein 14 Jahre altes Kind an Land gebracht. Die anderen Kinder schafften es allein zum rettenden Ufer und blieben unverletzt.

Die Familie aus London hatte nach ersten Ermittlungen gemeinsam mit einer anderen Familie in Deutschland Urlaub gemacht. Sie hatten bei Bekannten in der Nähe von Groß-Gerau gewohnt und waren an dem heißen Sommertag zum Baden an den Rhein gefahren.

An der groß angelegten Suche nach Vater und Sohn hatten sich unter anderem 15 Rettungsboote sowie die Wasserschutzpolizei aus Ludwigshafen, Mainz und Wiesbaden beteiligt. Zudem waren ein Rettungshubschrauber und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Auch private Bootsführer hielten Ausschau nach den Vermissten. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG Rheinland-Pfalz warnte nach dem Unglück davor, sich vom derzeitigen Niedrigwasser des Rheins täuschen zu lassen. Der niedrige Wasserstand vermittle ein trügerisches Gefühl der Sicherheit, die Strömung sei jedoch vor allem nahe der Fahrrinne nach wie vor extrem stark.


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