Verhüten mit der Kupferkette

Kupferkette wird wie eine Spirale eingesetzt

Sechs Millionen Frauen in Deutschland verhüten mit der Anti-Baby-Pille. Doch immer mehr Frauen haben keine Lust mehr, täglich Hormone zu schlucken. Alternativen wie Diaphragma oder Kondom sind zu umständlich oder unsicher. Jetzt gibt es noch eine Alternative: die Kupferkette. Eine Schnur, die mit zwei oder vier fünf Millimeter langen Kupferperlen bestückt ist. Sie wird in die Gebärmutter eingesetzt und dort verknotet.

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Verhüten mit der Kupferkette
Die Kupferkette kommt ohne Hormone aus und ist fast so sicher wie die Pille. © Fotolia Deutschland, unbekannt

Gynäkologe Dr. Ansgar Pett erklärt, wie die Kupferkette funktioniert: "Das Kupfer wird in der Gebärmutter abgegeben und verändert das Milieu so, dass die Spermien, die durch die Scheide hochkommen, nicht überleben." In einem Beratungsgespräch erklärt der Arzt die Vor- und Nachteile, etwa Schmierblutungen oder das Entzündungsrisiko. Vor dem Einsetzen bekommen die Patientinnen ein Schmerzmittel, dann wird die Kupferkette eingesetzt.

Zwei seiner Patientinnen haben sich bereits eine Kupferkette einsetzen lassen. Ihre ersten Erfahrungen sind positiv. "Es war überhaupt nicht schlimm, ging total schnell vorbei. Man merkt nur ein kurzes Ziepen", sagt Christine. Schülerin Janine ist froh, keine Pille mehr schlucken zu müssen: "Es ist so wie vor der Pille: Die Blutungen sind stärker und die Schmerzen auch. Dessen muss man sich bewusst sein. Aber das nehme ich gerne in Kauf."

Für Janine und Christine ist die Kupferkette eine echte Alternative, mit der sie jetzt sicher verhüten - ohne täglich eine Pille schlucken zu müssen