Was ist eigentlich Borreliose?

10.04.2013 | 13:27
Borelliose

Mit Borreliose ist nicht zu spaßen

Borreliose ist eine heimtückische Krankheit, die meist zu spät erkannt wird und unter der immer mehr Menschen leiden. Die Infektion wird durch Zecken übertragen und kann unter anderem zu Hirnhautentzündung führen. Jährlich erkranken Tausende Menschen in Deutschland.

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Die Bakterienkrankheit Lyme-Borreliose wird durch einen Zeckenstich übertragen. Sie tritt allerdings wesentlich häufiger auf als FSME. So können 10 bis 35 Prozent der Zecken mit Borellien befallen sein. Und während FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) in Deutschland nur in bestimmten Regionen vorkommt, ist bei der Borreliose von einer Infektionsgefährdung in allen Teilen Deutschlands auszugehen.

Eine FSME-Infektion kann durch das Entfernen der Zecke nicht vermieden werden. Das ist nur durch die so genannte aktive Immunisierung in Form einer Impfung möglich. Da aber die Borrelien über den Darm erst nach rund 24 Stunden in den Wirt gelangen, kann eine Borreliose durchaus durch ein möglichst frühzeitiges Entfernen der Zecke verhindert werden.

Borreliose ist nicht ansteckend

Viele Symptome bei einer Borreliose kennt man auch von anderen Erkrankungen. Das macht eine Diagnose schwierig. Einer der wenigen Hinweise bei einer Borreliose ist die so genannte Wanderröte. Diese ringförmige Hautrötung kann einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle beobachtet werden. Begleitend können, Fieber, Kopfschmerzen und Lymphknotenschwellungen dazu kommen.

In zwei weiteren Stadien geht es den Betroffenen dann schlechter. Es kann zu Hirnhautentzündung über starke Schmerzen bis hin zu Herzproblemen kommen. Nicht selten wird auch bei der Borreliose eine Gesichtslähmung beobachtet. Im chronischen Spätstadium ist mit Gelenkentzündungen und Hautausschlägen zu rechnen.

Man kann sich mehrfach mit Borrelien infizieren und auch mehrere Borreliosen verschiedener Stadien gleichzeitig haben. Es gibt derzeit keine Impfung gegen Borreliose, von daher kann die Behandlung erst nach einer Infektion erfolgen. Dann aber sollte es sehr schnell gehen.

Da die Borreliose eine bakterielle Erkrankung ist, lässt sie sich prinzipiell gut mit Antibiotika bekämpfen. Vor allem im Frühstadium auftretende Symptome bekommt man so recht effektiv in den Griff. Bei später auftretenden und chronische Symptome wird es schwieriger. Hier können oft Antibiotikagaben durch mehrwöchige Infusionen notwendig sein. Wie FSME ist auch Borreliose nicht ansteckend.

Bildquelle: dpa bildfunk