Weltbevölkerung steigt: Neujahr schon 7,2 Mrd. Menschen

Jede vierte Frau kann nicht verhüten

2013 wird mit einem großen Knall zu Ende gehen. Doch dieser Knall wird wohl nicht allen recht sein, denn an Neujahr 2014 werden mehr als 7,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben.

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Zu Neujahr gibt es 7,2 Mrd. Menschen
Immer mehr Menschen. Auch 2013 ist die Weltbevölkerung wieder unkontrolliert, um ganze 80 Millionen Menschen, angestiegen. © dpa, epa efe Sebastio Moreira

Wie in den vergangenen Jahren ist die Erdbevölkerung auch 2013 um rund 80 Millionen angewachsen, das entspricht etwa der in Deutschland lebenden Bevölkerung. Dies teilte die 'Deutsche Stiftung Weltbevölkerung' mit.

Während die Einwohnerzahl in den Industrienationen meist stagniert oder rückläufig ist, steigt sie in den Entwicklungsländern weiter an. Jedes Jahr werden dort rund 80 Millionen Frauen ungewollt schwanger. Jede vierte Frau kann nicht verhüten, obwohl sie das gerne möchte.

Jede Sekunde werden knapp drei Babys geboren

"Familienplanung ist ein Menschenrecht", betont Renate Bähr, Geschäftsführerin der 'Stiftung Weltbevölkerung'. "Wenn alle Paare frei entscheiden könnten, wann und wie viele Kinder sie bekommen, ginge es armen Menschen besser. So ließe sich das Leben von rund 80.000 Müttern und 600.000 Neugeborenen retten. Und: Es gäbe rund 20 Millionen weniger ungewollte Geburten. Deshalb sind Aufklärung und Verhütung so wichtig", so Bähr.

Jede Sekunde werden statistisch gesehen, weltweit 2,7 Menschen geboren. Am ersten Januar gebe es demnach rechnerisch 7.202.951.000 Menschen. Umgerechnet auf 100 Einwohner wären davon zehn Europäer, 15 Afrikaner und 60 Asiaten.

Laut 'Stiftung Weltbevölkerung' wird sich dieser Trend im Laufe der Zukunft jedoch ändern. Wäre die Welt ein Dorf mit nur 100 Einwohnern, dann würde die Zahl der Dorfbewohner bis zum Jahr 2050 auf schätzungsweise 136 Menschen ansteigen. Davon wären 34 Afrikaner, 74 Asiaten und zehn Europäer. Der Anteil der Europäer und Asiaten an der Gesamtbevölkerung wird somit voraussichtlich sinken, der Anteil der Afrikaner hingegen von 15 auf 25 Prozent ansteigen. Das Gleichgewicht würde sich dadurch erneut verschieben.