WhatsApp-Sex-Nachricht ging an die Falsche: Mutige Mutter deckt Missbrauchs-Albtraum auf

Heidi B. hat versehentlich per WhatsApp ein Sex-Video an eine Bekannte geschickt. Die Empfängerin wendete sich direkt an die Polizei
Die Angeklagte hat versehentlich per WhatsApp ein Sex-Video an eine Bekannte geschickt. Die Empfängerin wendete sich direkt an die Polizei (Symbolbild). © Getty Images, hocus-focus

Landgericht Saarbrücken: Heidi B. und Pedro S. vergingen sich an 8-Jähriger

Die Vorwürfe sind heftig und Heidi B. hat vor Gericht alles gestanden: Die 40-Jährige missbrauchte ihre 8-jährige Tochter mehr als 30 Mal und drehte Sex-Videos von ihren Taten. Auch ihr Nachbar und Liebhaber Pedro S. (60) mischte regelmäßig mit. Vor dem Landgericht Saarbrücken läuft momentan ein Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs gegen die Saarländerin. Offenbar kam es immer wieder zu Übergriffen der Mutter - bis sie eines Tages versehentlich ein Sex-Video an die falsche Person verschickte. Per WhatsApp. An die Mutter einer Schulfreundin der Tochter.

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Monatelanger Missbrauch fliegt mit falscher Whatsapp auf

Laut 'Saarbrücker Zeitung' flog der monatelange Missbrauch dadurch auf, denn die Empfängerin des Videos meldete sich direkt bei der Polizei. Vor Gericht packten die Angeklagten am ersten Prozesstag vollumfänglich aus. Warum? Weil Heidi B. und Pedro S. vorher einen Deal mit den Prozessbeteiligten vereinbart hatten: Durch das Geständnis ersparten sie dem missbrauchten Mädchen eine Aussage vor Gericht und erhalten im Gegenzug eine Strafmilderung. Statt der Höchststrafe von 15 Jahren Gefängnis erwartet die Angeklagten "nur" eine Haftstrafe zwischen sieben und acht Jahren.

Heidi B. und Pedro S. kannten sich schon seit Jahren, waren Nachbarn. Beide sind mit unterschiedlichen Partnern verheiratet, Pedro S. hat fünf Kinder von drei Frauen. Als sie eine Affäre miteinander begannen, weihten sie Heidi B.s Tochter ein und baten sie sogar darum, während ihrer Liebesspiele vor der Tür Wache zu halten, "falls der Papa hoch kommt", wie die 'Saarbrücker Zeitung' aus dem Gerichtssaal berichtet. Irgendwann blieb es nicht nur beim Aufpassen - das Kind sollte mitmachen und die Mutter stand Schmiere. "Ich tat es aus Liebe", soll Heidi B. vor Gericht gesagt haben.

Das Ganze ging schließlich so weit, dass sich eine Art Eifersucht zwischen Mutter und Tochter entwickelte. Kaum auszudenken, was noch passiert wäre, wenn das Sex-Video nicht versehentlich an die falsche Person gegangen wäre. Mit dem mutigen Einsatz der Empfängerin fand der Missbrauchs-Albtraum dann ein jähes Ende.