Wie geht es Michael Schumacher?

07.02.2014 | 18:28
Michael Schumacher Einigen Fans dauert Michael Schumachers Aufwachphase aus dem Koma offenbar zu lange. Viele spekulieren über seinen Gesundheitszustand.

Der Aufwachprozess kann Wochen dauern

Die Gerüchteküche brodelt. Fans von Michael Schumacher spekulieren in sozialen Netzwerken, wie es Schumi im Universitätskrankenhaus Albert Michalon wohl ergehen mag. Und die Gerüchte ranken in alle Richtungen: Schumi soll wieder sprechen können, heißt es da. Es wurden aber auch die schlimmsten Befürchtungen formuliert. Doch alles ist an den Haaren herbeigezogen.

- Anzeige -

Seit offiziell bekannt wurde, dass die Ärzte Schumacher langsam aus dem Koma zurückholen möchten, ist mehr als eine Woche vergangen - für einige Fans eine viel zu lange Zeit ohne Neuigkeiten von ihrem Idol.

Vielen scheint Schumis Aufwachphase zu lange zu dauern, doch viele vergessen dabei, dass ein solcher Prozess mehrere Wochen dauern kann. Besonders nach einer so langen Phase des künstlichen Komas. Eventuelle Komplikationen blenden die meisten aus. Intensiv-Chefarzt Dr. Carsten Herrmann mahnt immer wieder Patientenangehörige zur Geduld.

"Die Patienten erwachen immer wieder neu, müssen sich orientieren, wissen nicht, wo sie sind und haben starke Orientierungsstörungen. Manchmal fühlen sie sich auch bedroht", erklärt Dr. Herrmann. Davor sollen die Angehörigen natürlich verschont bleiben. Dennoch sind die Angehörigen für die Ärzte ein wichtiger Baustein der Behandlung.

Heike Sy lag sieben Wochen lang im Koma

Auch Heike Sy hatte immer Besuch von ihren Angehörigen. Sieben Wochen lang lag sie nach einem Autounfall im Koma. Eisglatte Straße, Dunkelheit - dann knallte sie vor einen Baum. Schädelhirntrauma dritten Grades. Nach sieben Wochen kam Heike Sy endlich zurück, ganz langsam. Die Aufwachphase erlebte sie wie einen dichten, dicken Nebel, der nur ganz langsam verschwand. "Das erste, was ich sah, war ein Bild an der Wand des Krankenhauszimmers."

Für ihren Partner, mit dem sie gerade ein knappes Jahr zusammen war, begann eine Zeit des Wartens und des Hoffens. Die Rückkehr begann mit Augenrollen. Danach dauerte es lange. Wie lange, das kann Wilfrid Kamann gar nicht mehr so genau sagen - es waren Wochen über Wochen.

Heike Sy hat gekämpft - und kämpft bis heute jeden Tag. Die Folgen des Unfalls begleiten sie. "Alleine Fahrradfahren geht nicht mehr. Leider", sagt Heike Sy. Ihr Partner stand immer zu ihr - in all der langen Zeit. Für Heike Sy war das ganz, ganz wichtig. Die Nachrichten über Schumi verfolgt sie rege, und sie fühlt sich ihm sehr verbunden, auch wenn er so weit weg in Grenoble liegt. Gestern wies die Klinik wieder ein Gerücht zurück und wies nochmals deutlich darauf hin, dass der Aufwachprozess bei Schumi sehr lange dauern kann.

Bildquelle: dpa bildfunk