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ADHS

ADHS dpa

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) tritt bereits bei Kindern auf und bewirkt psychische Beeinträchtigungen, unter anderem eine Störung der Konzentration.

Als ADHS oder „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ wird eine neurobiologische Funktionsstörung bezeichnet, die sich meist schon im Kindesalter entwickelt. Es handelt sich dabei um keine Krankheit im klassischen Sinne, sondern eher um eine Auffälligkeit, die je nach Ausmaß unterschiedliche Auswirkungen haben kann.

Die drei Kernsymptome von ADHS sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Dazu gehören motorische Unruhe, eine wenig ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit sowie eine hohe Ablenkbarkeit und eine große Offenheit für Reize. Dadurch fällt es betroffenen Kindern meist schwer, schulische Leistungen zu erbringen, bei denen es darum geht, ruhig und konzentriert zu arbeiten. Zudem haben Kinder mit ADHS einen sehr starken Bewegungsdrang.

In geringer Ausprägung muss ADHS nicht zwingend medikamentös behandelt werden. Sofern das Kind nicht allzu oft Konzentrationsstörungen aufweist, genügt es meist, ihm mehr Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung zu schaffen. Wenn das Kind jedoch unter seinen ADHS-Symptomen leidet, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, um eine gesicherte Diagnose stellen und geeignete Behandlungsmaßnahmen erarbeiten zu können. Das kann etwa eine medikamentöse und/oder psychotherapeutische Behandlung sein. Besonders wenn Ihr Kind psychische Störungen wie eine sich anbahnende Sucht (Computerspielen oder Ähnliches), Depressionen oder Aggressivität zeigt, ist akuter Handlungsbedarf erforderlich. Doch auch hier sollte begleitend darauf geachtet werden, dass sich das an ADHS leidende Kind oft im Freien bewegt und in jedem Fall genügend Sozialkontakte pflegt.

Wichtig ist immer, ein betroffenes Kind nicht auf seine ADHS-Störung zu reduzieren. ADHS-Kinder (und auch Erwachsene) haben gegenüber anderen durchaus einige Vorteile. So sind sie meist kreativer, besitzen einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, sind sehr begeisterungsfähig und empathisch und besitzen eine ausgeprägte Offenheit dem Leben gegenüber. Dadurch können sie eher über den Tellerrand hinausschauen und finden Lösungen, wo andere längst aufgegeben haben.

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