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Alzheimer

Alzheimer dpa

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Form der Demenzen. Vergesslichkeit und Desorientierung gehören zu den Symptomen der Erkrankung.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Erkrankung des Nervensystems und als häufigste Form von Demenzerkrankungen bekannt. Obwohl die Begriffe Alzheimer und Demenz häufig synonym verwendet werden, ist die Alzheimer-Demenz beziehungsweise Morbus Alzheimer nur eine Form von Demenz. Bei einer Demenzerkrankung verliert der Betroffene geistige Funktionen wie die Fähigkeit, sich zu erinnern oder zu orientieren.

Die genaue Ursache für Alzheimer ist bis heute nicht geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass bei der Krankheit Nervenzellen im Gehirn zerstört werden, wodurch der Austausch von Informationen zwischen den noch intakten Zellen beeinträchtigt wird. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, steigt mit dem Alter: Bei mehr als 98 Prozent der Alzheimer-Fälle handelt es sich um Personen, die älter als 65 Jahre alt sind.

Im Falle einer auftretenden Demenz leidet zunächst das Kurzzeitgedächtnis, sodass Einzelheiten, die gerade erst passiert sind, vergessen werden. In einem fortgeschrittenen Stadium leiden sowohl Langzeitgedächtnis als auch Sprachvermögen sowie motorische Fähigkeiten, weshalb die Patienten rund um die Uhr betreut werden müssen. Im Unterschied zur ungefährlichen Altersvergesslichkeit, bei welcher die Alltagskompetenz erhalten bleibt, haben Alzheimer-Patienten schon im frühen Stadium damit zu kämpfen, bei einem Gespräch den Faden zu behalten oder Ereignisse miteinander zu verknüpfen.

Daraus resultiert oft auch eine Veränderung der Persönlichkeit des Alzheimer-Patienten. Sich auf einmal nicht mehr in der Welt zurecht zu finden sowie Personen nicht mehr zuordnen oder einschätzen zu können erleben Alzheimer-Patienten als große Hilflosigkeit. Betroffene wirken häufig gereizt oder argwöhnisch, weil sie nicht einschätzen können, ob die jeweilige Fremdbestimmung, wie zum Beispiel das tägliche Waschen durch die Pflegekraft, positive oder negative Auswirkungen auf sie hat. Oft kann ein Alzheimer-Patient Angehörige nur noch schlecht oder später gar nicht mehr erkennen. Alzheimer ist bislang nicht heilbar, aber mit bestimmten Medikamenten, gezieltem Training und weiteren begleitenden Maßnahmen kann der Vergessens-Prozess verzögert werden.