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Amoklauf

Amoklauf Istockphoto

Ein Amoklauf ist eine Gewalthandlung, bei der ein Täter mehrere Personen innerhalb kurzer Zeit tötet. Auslöser kann eine psychische Störung des Täters sein.

​Der Begriff Amok kommt aus dem Malaiischen und bedeutet ‚durchdrehen‘, ‚randalieren‘ oder ‚toben‘. Es handelt sich um Gewaltakte, bei denen mehrere Menschen durch eine Person getötet werden sollen. Die Taten werden mit Stich-, Hieb- oder Schusswaffen ausgeführt, selten können aber auch Fahrzeuge als Tötungsmittel zum Einsatz kommen.

Ein Mensch, der einen Amoklauf begeht, leidet oft unter einer psychischen Störung und kann die Konsequenzen seines Handelns nicht richtig einschätzen. Ein weiteres Motiv ist die subjektive Empfindung des Täters, in seinem bisherigen Leben von einer bestimmten Gruppe oder dem Staat im Stich gelassen worden zu sein. Der Amoklauf ist aus Sicht des Täters die Rache dafür, dass er bis dato nicht das erreichen konnte, was er sich vorgestellt hatte.

Oftmals gehen auch mit Amoktaten selbstmörderische Absichten einher. Ferner ist zu beobachten, dass viele Taten nicht impulsiv stattfinden, sondern detailliert durch den Täter geplant werden.

Viele Amokläufe fanden an Schulen statt und wurden von ehemaligen Schülern verübt. Motive hierfür waren unter anderem Perspektivlosigkeit, schlechte Leistungen oder Erfahrungen in der Schule und die Wut auf ehemalige Lehrer oder Schüler dieser Schule. Gerade in den Vereinigten Staaten werden überdurchschnittlich häufig Amokläufe verzeichnet. In Deutschland gab es zwischen 2002 und 2009 sechs Fälle – traurige Berühmtheit erlangte der Vorfall an einem Erfurter Gymnasium im Jahr 2002. Damals kamen durch den Amokschützen 16 Menschen ums Leben, anschließend tötete er sich selbst.

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