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Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld dpa

Das Arbeitslosengeld ist eine finanzielle Unterstützung durch die staatliche Arbeitslosenversicherung.

Das Arbeitslosengeld (abgekürzt Alg) gehört zu den Leistungen der deutschen Arbeitslosenversicherung, die Menschen während der Arbeitssuche finanziell unterstützt. Um Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: Man muss arbeitslos sein, die Anwartschaftszeit erfüllt haben und sich persönlich arbeitslos gemeldet haben. Die so genannte Regelanwartschaftszeit ist erfüllt, wenn man in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosmeldung und Beginn der Arbeitslosigkeit mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig angestellt war. Für eine kürzere Anwartschaftszeit gelten Sonderregelungen.

Wie lange jemand Arbeitslosengeld bekommt (Anspruchsdauer), hängt davon ab, wie alt die Person ist und wie lange sie in den letzten fünf Jahren arbeitslosenversicherungspflichtig war. Normalerweise wird das Arbeitslosengeld bis zu einem Jahr lang gezahlt, Arbeitslose ab 50. Jahren haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine längere Zahlungsdauer. Generell muss die Arbeitslosmeldung spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit persönlich bei der Agentur für Arbeit erfolgen. Man kann sich auch melden, wenn man erwartet, innerhalb der nächsten drei Monate arbeitslos zu werden. Außerdem gibt es noch die so genannte frühzeitige Arbeitsuchendmeldung: Weiß ein Arbeitnehmer, dass seine Tätigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt endet, muss er sich spätestens drei Monate vor Ende der Tätigkeit persönlich arbeitssuchend melden. Tut man dies nicht rechtzeitig, droht eine Sperrzeit ohne Zahlung.

Die Höhe des Arbeitslosengeldes I orientiert sich am vorher durchschnittlich verdienten Brutto-Arbeitsentgelt (Bemessungsentgelt), der Lohnsteuerklasse und daran, ob man Kinder hat. Zur Berechnung des Arbeitslosengeldes wird dieses Brutto-Arbeitsentgelt ohne Sozialversicherungsbeiträge, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag mit einem festgelegten Leistungssatz multipliziert. Beim Berechnen der Höhe helfen spezielle Rechner, die die Bundesagentur für Arbeit kostenlos zur Verfügung stellt. Während eine Person Arbeitslosengeld bezieht, darf sie eine Nebentätigkeit ausüben. Einkünfte aus dieser Nebentätigkeit werden angerechnet - für Umfang der Tätigkeit und Verdienst gelten allerdings spezielle Regeln.

Das Arbeitslosengeld unterscheidet sich vom Arbeitslosengeld II (kurz Alg II), weshalb es umgangssprachlich häufig Arbeitslosengeld I genannt wird. Während sich das Arbeitslosengeld I aus der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung speist, wird das Arbeitslosengeld II als Leistung für Bedürftige vom Staat finanziert. Diese Grundsicherung für Arbeitssuchende ist besser bekannt unter dem Namen Hartz IV und soll arbeitslosen Menschen helfen, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hartz IV wurde im Jahr 2005 eingeführt und berechnet sich durch feste Regelsätze. Das Arbeitslosengeld II kann bei Pflichtverletzungen gekürzt werden.

Alle Infos zum Arbeitslosengeld finden Sie bei RTL NEXT.