38 Minuten Todesangst: Raketenalarm lässt Menschen auf Hawaii um ihr Leben bangen

Falscher Raketen-Alarm auf Hawaii
Falscher Raketen-Alarm auf Hawaii 38 Minuten Todesangst 00:01:17
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Menschen auf Hawaii werden per SMS vor Rakete gewarnt

Falscher Alarm: Das klingt viel zu harmlos wenn man auf das schaut, was auf Hawaii passiert ist. Die Bewohner mussten davon ausgehen, dass in der nächsten halben Stunde eine Rakete bei ihnen einschlägt. Viele verabschiedeten sich per SMS oder Telefon bei ihren Liebsten, in dem Glauben, dass sie nicht mehr lange zu leben haben. Doch wie kam es dazu?

Nachricht der Katastrophenschutzbehörde EMA versetzt Hawaiianer in Panik

Samstagmorgen, 8 Uhr. Kein schöner Start ins Wochenende für die Inselbewohner auf Hawaii: Die Katastrophenschutzbehörde EMA des Bundesstaats sendet SMS-Nachrichten an die Bevölkerung, in denen vor einer Rakete gewarnt wird, die im Anflug auf Hawaii sei: "Dies ist keine Übung." Die Bevölkerung solle unverzüglich Schutz suchen.

Dann bricht Panik aus: Bewohner des US-Bundesstaats retten sich in ihre Häuser, Touristen verschanzen sich in Hotels. Viele Menschen haben Todesangst: "Lieber Gott, bitte lass den Raketenalarm nicht echt sein", twittert etwa John Peterson. Ein Video zeigt, wie ein Vater seine Kinder völlig verzweifelt durch einen Gully herunterlässt.

Gouverneur von Hawaii: "Panne ist vollkommen inakzeptabel"

Nach 38 Minuten die Entwarnung: "Keine Raketenbedrohung für Hawaii", heißt es in der neuen Botschaft. Ein EMA-Sprecher sagt später, jemand habe "den falschen Knopf gedrückt". Hawaiis Gouverneur David Ige entschuldigt sich in einer Pressekonferenz: "Ich weiß, dass diese Panne heute vollkommen inakzeptabel war und dass viele Bürger zutiefst betroffen waren."

Im November hatten die Behörden erklärt, monatliche Testläufe der Alarmsirenen durchzuführen, die vor einem Atomangriff warnen. Zur Begründung hatten sie auf einen möglichen Raketenangriff Nordkoreas verwiesen.