Aldi verkauft wieder Eier- Bisher keine Fipronil-Eier von Hühnern aus NRW

Fipronil-Skandal verschont Eier aus Nordrhein-Westfalen

Erst vor Kurzem hatte der Discounter ‚Aldi‘ aufgrund des Fipronil-Skandals Eier komplett aus seinem Sortiment genommen. Das Insektengift gelangte über ein Desinfektionsmittel in die betroffenen Eier. Nun hat sich der Discounter dazu entschlossen, getestete Eier wieder zu verkaufen.

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Aldi verkauft wieder Eier

Neben vorrangig niederländischen Eiern, waren auch einige deutsche Chargen vom Fipronil-Skandal betroffen. Aldi nahm als Konsequenz daraus alle Eier aus dem Sortiment. Nun gibt es aber wieder Eier beim Discounter zu kaufen. Die Eier, die jetzt in den Verkauf gehen, sollen auf das Insektizid getestet sein.

Tests: NRW-Hühner bisher noch unbelastet

Die Labore arbeiten zurzeit unter Hochdruck. Dabei gab es nun auch eine positive Nachricht: In Eiern aus nordrhein-westfälischer Produktion ist bislang kein Insektengift Fipronil gefunden worden. Nach Angaben des NRW-Umweltministeriums waren alle bisherigen Ergebnisse negativ. Das entspreche den Erkenntnissen, dass das Gift nicht in NRW-Ställen eingesetzt wurde, sagte Ministeriumssprecher Wilhelm Deitermann.

Fokus liegt nun auch auf Eiprodukte-Hersteller

Vermehrt werden jetzt Eiprodukte-Hersteller untersucht, die Flüssigei oder Eipulver für die Verarbeitung in ihren Erzeugnissen verwenden. In vielen Produkten, in den Eier verwendet wurden, ist das Insektengift zu finden. Einige sind schon zurückgerufen worden.

Immer mehr Länder betroffen

Der Skandal der belasteten Eier zieht in Europa immer weitere Kreise. In einigen Ländern wird das Ausmaß betroffener Lieferungen erst jetzt richtig klar. Bisher betroffen waren Deutschland, die Niederlande, Belgien, Frankreich, die Schweiz, Schweden, England und Luxemburg. Doch die Liste wird immer länger:

So haben rumänische Behörden bereits eine Tonne mit Fipronil belastetes flüssiges Eigelb sichergestellt. Das Produkt sei aus Deutschland importiert worden. Nichts davon sei zum Verbraucher gelangt. Das mit Fipronil belastete Eigelb werde nun verbrannt.

Auch nach Dänemark und in die Slowakei wurden mit Fipronil belastete Eier geliefert.

Ermittlungen gegen die Verursacher laufen

Es gibt bereits erste Ermittlungserfolge in Belgien und den Niederlanden. In beiden Ländern hat es Razzien gegeben. Die niederländische Staatsanwaltschaft hat zudem zwei Manager festnehmen lassen, die für das Unternehmen ‚ChickFriend‘ arbeiteten, das im Zentrum des Falls steht.