Alice Weidel fordert Untersuchungsausschuss gegen Angela Merkel - Anti-AfD-Proteste

Berlin: Demo gegen die AfD
Berlin: Demo gegen die AfD Nach starkem Ergebnis 00:01:54
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Alternative für Deutschland wird drittstärkste Kraft bei der Bundestagswahl 2017

Die Alternative für Deutschland feiert ihren Einzug in den Bundestag. Nach der Union und der SPD wurde die AfD drittstärkste Kraft und verspricht knallharte Oppositionsarbeit gegen die Bundesregierung. Die ersten Äußerungen der AfD-Spitzenkandidaten riefen Proteste auf den Plan: In Frankfurt am Main demonstrierten rund 300 Menschen gegen den Einzug der Alternative für Deutschland in den Bundestag. Auch in Berlin gab es Anti-AfD-Proteste, wie RTL-Reporter Carsten Lueb im Video berichtet.

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Alice Weidel will "den Untersuchungsausschuss 'Angela Merkel' initiieren"

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel blies auf der Wahlparty ihrer Partei zur Attacke auf die Kanzlerin: "Wir werden den Untersuchungsausschuss 'Angela Merkel' initiieren", sagte sie. "Der sich ganz dezidiert mit den Rechtsbrüchen dieser Dame befassen will." Das gute Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl sei Auftrag zur politischen Veränderung. "Jetzt müssen wir liefern - und jetzt werden wir liefern." Sie forderte die künftigen AfD-Abgeordneten auf, dafür zu sorgen, dass bald wieder Recht und Ordnung eine Chance hätten.

Kampfansage der AfD: Werden U-Ausschuss 'Merkel' initiieren
Kampfansage der AfD: Werden U-Ausschuss 'Merkel' initiieren Neue drittstärkste Kraft 00:02:03
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Alexander Gauland verschärft den Ton: "Wir werden sie jagen"

Auch AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland wertete das gute Ergebnis für seine Partei als Kampfansage an die Bundesregierung. "Sie kann sich warm anziehen. Wir werden sie jagen", sagte er. "Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen."

Die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch hat eine konstruktive, aber harte Politik ihrer Fraktion im Bundestag angekündigt. "Wir werden die Themen thematisieren, die bislang im Bundestag nicht besprochen worden sind", sagte sie dem RBB. Etwa zum Thema Migration gebe es Meinungen in Deutschland, denen keine Stimme gegeben worden sei. "Das wird es nicht mehr geben", sagte von Storch. "Diese Stimme wird zurückkommen, sie wird klar sein, sie wird konstruktiv sein, aber sie wird natürlich hart sein."