Augenmigräne: Symptome, Ursachen & Behandlung

Augenmigräne
Augenmigräne Ursachen, Behandlung und Symptome 00:00:36
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Migräne, bei der Betroffene kaum sehen können

Blitze, Flimmern und dunkle Punkte versperren auf einmal die Sicht. Wenn ein Augenmigräne-Anfall in vollem Gange ist, können die Betroffenen kaum noch etwas sehen. Was zunächst angsteinflößend wirkt, ist meist keine ernsthafte Erkrankung. Wir beschreiben die möglichen Auslöser und was die Betroffenen dagegen tun können.

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Was ist eine Augenmigräne?

Migränen zeigen sich in diversen Formen, so ist auch die Augenmigräne eine spezielle Art. Wenn ein plötzliches Flimmern vor den Augen auftritt, Zick-Zack-Linien, blinde Flecken oder Lichtblitze im Sichtfeld auftauchen, dann haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit einen Anfall von Augenmigräne.

Während eines Anfalls sehen Betroffene auf beiden Augen eingeschränkt oder nehmen ihre Umwelt nur noch verschwommen wahr. Dieses Phänomen wird auch ophthalmische Migräne genannt. Bei starker Ausprägung ruft diese optische Halluzinationen hervor. 

Weitere Begleiterscheinungen der Augenmigräne können auch Schmerzen im Auge, Lichtempfindlichkeit und Kopfschmerzen sein.

Leicht verfällt der Betroffene in einen Panikmodus, dennoch ist eine Augenmigräne in der Regel harmlos und hinterlässt keine bleibenden Schäden.

Warum tritt diese Art der Migräne auf?

Eine Augenmigräne kann ein Vorbote einer normalen Migräne, auch Aura genannt, sein. Meistens sind die Ursachen neurologischer Natur. Es wird davon ausgegangen, dass die Beschwerden durch eine Durchblutungsstörung im Bereich der Sehrinde entstehen. Dieser Teil ist für die visuelle Verarbeitung im Gehirn zuständig. Durch die Unterversorgung werden die visuellen Reize nicht richtig verarbeitet und es kommt zu den beschriebenen Sehstörungen. Meistens sind junge Erwachsene betroffen.

Warum es zu den Durchblutungsstörungen kommt, ist nicht sicher. Laut vielen Wissenschaftlern begünstigen vermutlich unterschiedliche Risikofaktoren ophthalmische Migräneanfälle. Diese können unter anderem folgende sein:

  • Schlafmangel
  • grelles Licht
  • Stress
  • bestimmte Medikamente
  • bestimmte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln (z.B. Glutamat, Tyramin oder Histamin)
  • Hormonelle Schwankungen
  • Wetterschwankungen
  • hoher Alkoholkonsum
  • orale Verhütungsmittel

Falls Sie einen Augenmigräneanfall erleiden, nehmen Sie besonders nach dem ersten Anfall Kontakt zu einem Neurologen auf. Über Untersuchungen schließt er ernst zu nehmende Erkrankungen als Ursache für Ihre Sehstörungen aus.

Was tun bei einem Augenmigräne-Anfall?

So plötzlich wie eine Augenmigräne auftritt, genau so schnell klingt sie auch wieder ab. Normalerweise dauert ein Anfall zwischen fünf und zehn Minuten. Nur selten dauert Augenmigräne einige Stunden bis zu einem halben Tag.

Bei Anfällen hilft ein entspannendes Nickerchen in ruhiger und abgedunkelter Umgebung. Zudem können auch kalte Tücher auf der Stirn und den Augen den Schmerz lindern. Besonders wichtig ist, dass der Betroffene versucht sich zu entspannen, z.B. mithilfe von autogenem Training.

Wer an heftigeren oder lang anhaltenden Beschwerden leidet, greift auf Schmerzmittel und Migränetherapeutika zurück. Oft erkennen Augenmigränepatienten nach mehreren Anfällen ihre Trigger und gehen ihnen aus dem Weg, um zukünftigen Anfällen vorzubeugen. Diese Auslöser sind individuell. Bei gehäuft auftretenden Attacken sind Arztbesuche notwendig, um Netzhautablösungen zu verhindern. Empfehlenswert ist ein Migränetagebuch, das Ihnen während der ersten Augenmigräneanfälle bei der Dokumentation der Umstände behilflich ist. Über die Aufzeichnungen lassen sich auslösende Faktoren relativ schnell identifizieren und anschließend minimieren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.


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