Aus Rücksicht auf ihr Baby: Stillende Mutter verzichtet auf Medikamente und stirbt

Mutter verzichtet für ihr Baby auf Medikamente und stirbt
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Antibiotika hätten ihr das Leben retten können

Weil sie ihr Kind stillte, nahm eine Mutter aus Großbritannien die vom Arzt verschriebenen Antibiotika nicht und starb kurze Zeit später. Anscheinend litt sie an zwei Infektionskrankheiten gleichzeitig.

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Unbehandelte Mittelohrentzündung führte zum Tod

Wie die britische Zeitung 'The Mirror' berichtet, hatte die Frau starke Kopf- und Ohrenschmerzen und sollte Medikamente nehmen. Aus Angst, dass diese über die Muttermilch ihrem Kind schaden könnten, nahm sie die ärztlich verschriebenen Antibiotika nicht ein. Ihre Mutter fand sie einige Tage später mit dem schreienden Baby bewusstlos in der Wohnung.

Im Krankenhaus stellte sich dann heraus, dass die Frau an der seltenen Mittelohrentzündung Mastoiditis litt, die sich zu einer akuten Meningitis (Hirnhautentzündung) entwickelte. Sie verstarb im Krankenhaus.

Unbehandelt tödlich: Meningitis und Mastoiditis

Meningitis ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die durch Bakterien oder Viren ausgelöst wird und bei der sich die Gehirnhaut und/oder die Rückenmarkshäute entzünden. Unbehandelt kann sie schnell zum Tod führen. Mit Antibiotika ist sie jedoch heilbar. Allerdings ist sofortiges Handeln angesagt. Aufgrund der möglichen Komplikationen werden Meningitis-Patienten im Krankenhaus behandelt.

Zu den bakteriellen Erregern der Meningitis gehören in erster Linie die Meningokokken und die Pneumokokken. Virale Erreger sind neben dem durch Zecken übertragenen FSME-Virus die Mumps-, Herpes- und Enteroviren.

Die Symptome der Hirnhautentzündung sind starke, stetig zunehmende Kopf- und Nackenschmerzen. Außerdem treten oft hohes Fieber und Schüttelfrost auf. Besonders typisch ist die Nackensteifigkeit, bei der sich der Kopf nur unter Schmerzen in Richtung Brust bewegen lässt.

Eine Mastoiditis (Warzenfortsatzentzündung am Schläfenbein) ist die am häufigsten auftretende Komplikation einer nicht oder nicht ausreichend behandelten Mittelohrentzündung. Hierbei weitet sich die eitrige Entzündung auf das Mastoid, den Knochen hinter dem Ohr, aus und es kann in der Folge zu einer Meningitis kommen.

Die Symptome der Mastoiditis gleichen der einer Mittelohrentzündung. Darüber hinaus entsteht allerdings eine Schwellung hinter dem Ohr, die dazu führen kann, dass das Ohr deutlich absteht. Die Mastoiditis wird in der Regel operativ im Krankenhaus behandelt.