Beispiellose Liebe für Bruder mit Down-Syndrom: Mann lässt sich Chromosom tätowieren

Teenie lässt sich Chromosom tätowieren
Teenie lässt sich Chromosom tätowieren Aus Liebe für seinen Bruder mit Down-Syndrom 00:00:45
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Solidarität rührt Hunderttausende

Eric Anderson hat sich ein Chromosom auf seinem Rücken tätowieren lassen. Der Grund: Er wollte mit seinem Bruder Adam gleichziehen, der mit dem Down-Syndrom zur Welt kam. Das Tattoo ist somit viel mehr als nur ein Körperschmuck.

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"Jetzt sind wir beide gleich"

"Ich widme mein neustes Tattoo meinem Bruder Adam. Menschen mit Down-Syndrom haben ein zusätzliches Chromosom, jetzt sind wir beide gleich", twittert der Jugendliche, der keinen Unterschied mehr zwischen ihm und seinem Bruder haben wollte. Für die Solidarität wird Eric im Netz gefeiert. Sein Tweet hat in wenigen Tagen über 300.000 Likes bekommen, über 50.000 Mal wurde er geteilt.

Eric hat mit seiner Aktion auch viele gerührt, die selbst Menschen mit Down-Syndrom in der Familie haben. User schickten Fotos von sich und ihren Geschwistern, bei denen sie klarstellen: Wir wollen nicht auf sie verzichten! 

50.000 Menschen in Deutschland leben mit Down-Syndrom

Menschen mit Down-Syndrom haben in jeder ihrer Zellen ein Chromosom mehr als andere Menschen – nämlich 47 statt 46 Chromosomen. Das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden. In Deutschland leben 50.000 Menschen mit dem Syndrom. Statistisch gesehen kommt das dritte 21. Chromosom bei jeder 700. Geburt vor. Das Risiko steigt mit dem Alter der Mutter. Dennoch kommen weniger Kinder mit Down-Syndrom zur Welt, deren Mütter über 35 Jahre alt sind. Der Grund dafür ist, dass ab diesem Alter häufiger ein Ersttrimester-Screening oder eine Fruchtwasseruntersuchung vorgenommen wird. Diese Untersuchungen zeigen, wie wahrscheinlich das Down-Syndrom bei dem ungeborenen Kind ist.

Wenn die Diagnose 'Down-Syndrom' im Raum steht, werden neun von zehn Kindern abgetrieben. Dabei können Menschen mit Down-Syndrom ihr Umfeld trotz aller Probleme mit ihrer fröhlichen Art bereichern.