Boko Haram lässt 82 entführte Schülerinnen frei

Boko Haram lässt 82 christliche  Mädchen frei
Boko Haram lässt 82 christliche Mädchen frei Schülerinnen waren fast drei Jahre in Geiselhaft 00:00:28
00:00 | 00:00:28

Im April 2014 wurden fast 300 Mädchen entführt

In einer Schule in Nigeria wurden fast 300 Mädchen im April 2014 von Islamisten entführt. 82 der Schülerinnen dürfen jetzt gehen. Durch einen Gefangenenaustausch konnten die Mädchen befreit werden.

- Anzeige -

Drei Jahre in der Gewalt der Islamisten

Mehr als drei Jahre verbrachten die entführten Mädchen in der Gewalt der islamistischen Boko-Haram-Extremisten. 82 Schülerinnen aus dem nigerianischen Chibok wurden nun freigelassen. Das Büro von Präsident Muhammadu Buhari bestätigte dies und ließ in einer offiziellen Mitteilung verlauten: "Nach langwierigen Verhandlungen haben unsere Sicherheitsdienste diese Mädchen zurückgeholt, im Austausch für einige von den Behörden festgehaltene Boko-Haram-Verdächtige."

Nach der Freilassung der 82 Mädchen bedankte sich Buhari für die Unterstützung der Schweizer Regierung, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sowie nationaler und internationaler Nichtregierungsorganisationen. Neben Sicherheitskräften und dem Militär hätten auch sie zum Erfolg der Operation beigetragen. Am Sonntag sollen die freigelassenen Mädchen in der Hauptstadt Abuja von Buhari empfangen werden.

Seit 2009 terrorisiert Boko Haram den Nordosten Nigerias

Seit 2009 kämpfen die sunnitischen Extremisten aus dem Nordosten Nigerias für einen islamischen Gottesstaat. Bereit mehr als 14.000 Menschen wurden durch ihre Anschläge und Angriffe getötet.

2014 hatte Boko Haram 276 überwiegend christliche Mädchen aus einer Schule in Chibok entführt. Kurz danach gelang 50 Kindern die Flucht. Die verschleppten Mädchen sollen von den Extremisten zum Übertritt zum Islam genötigt und teils als Sexsklavinnen gehalten worden sein. Experten halten es auch für wahrscheinlich, dass einige von ihnen zu Selbstmordanschlägen gezwungen wurden. Wie viele Schülerinnen derzeit sich noch in der Gewalt von Boko Haram befinden, ist unklar.