Bundesliga: Leipzig gewinnt Topspiel gegen Schalke - Stuttgart siegt bei Gomez-Debüt - HSV patzt zum Rückrundenstart

Schalkes Abwehchef Naldo erlebte in Leipzig einen rabenschwarzen Tag
Derbyheld Naldo (re.) erzielte zwar auch in Leipzig einen Treffer mit dem Kopf, war bei der Schalker Niederlage aber an allen drei Gegentoren beteiligt. © imago/Team 2, TEAM2 / Tim Rehbein, imago sportfotodienst

RB knackt Schalker Erfolgsserie

Nach dem Sieg des FC Bayern zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga bei Bayer Leverkusen sind auch RB Leipzig, der FC Augsburg, Hannover 96 und der VfB Stuttgart mit Dreiern ins neue Jahr gestartet. Die Samstagsspiele im Überblick:

Leipzig - Schalke 3:1 (1:0)

Auf taktisch hohem Niveau neutralisierten sich beide Teams zunächst. Erst als S04-Keeper Ralf Fährmann einen nachlässig geschossenen Elfer von Jean-Kevin Augustin (37. Minute) entschärfte, platzte bei RB der Knoten. Naby Keita, mit drei Zehen schon in Liverpool, hielt aus 20 m drauf, Naldo fälschte ab, der Ball zappelte im Netz. In typischer Manier betrieb Naldo nach dem Pausentee zwar Wiedergutmachung und wuchtete die Kugel per Kopf in den Giebel (55.).

Doch davon unberührt schlug Leipzig durch Joker Timo Werner (69.) und Jeffrey Bruma (71.) zurück und fügte den Gästen die erste Pleite nach zuvor 13 Pflichtspielen ohne Niederlage zu. Bitter für Naldo: Auch an den letzten beiden Gegentoren war der Brasilianer beteiligt. Vor dem 2:1 vertändelte der 35-jährige Schalker Abwehrchef den Ball im Aufbau, das 3:1 fälschte er erneut unhaltbar ab.

Stuttgart - Hertha BSC 1:0 (0:0)

Schon nach wenigen Minuten hatte Rückkehrer Mario Gomez die Führung für den VfB auf dem Fuß respektive auf der Stirn, doch sein Kopfball ging knapp daneben. Danach übernahmen die Gäste das Zepter. Valentino Lazaro (23./Pfosten) und Salomon Kalou (41./leeres Tor verfehlt) vergaben jedoch beste Möglichkeiten. Was sich spät, aber dafür kurios rächen sollte. Beim Versuch, Gomez zu stoppen, lupfte Niklas Stark (78. Minute) das Leder im Fallen über seinen Keeper Ruine Jarsetin ins Gehäuse und bescherte Stuttgart den ersten Bundesliga-Sieg seit fünf Partien. Die vergangenen vier Spiele hatte der VfB torlos verloren.

Hannover - Mainz 3:2 (2:2)

Die Partie stand zunächst ganz im Zeichen des Doppelschlags. Erst versetzten die Mainzer die HDI-Arena binnen vier Minuten in Schockstarre, als Yoshinori Muto (27.) und Alexander Hack (31.) die Gäste in Front brachten. Doch nur wenige Augenblicke später erweckte Niclas Füllkrug sie im Alleingang (33./38., Foulelfmeter) wieder zum Leben - mit freundlicher Unterstützung von Nigel de Jong, der ihm bei seinem Debüt für 05 durch ungelenkes Einsteigen im Strafraum zum Elfer verhalf. Einmal Blut geleckt, drehte Füllkrug weiter auf. Mit seinem 8. Saisontor in der 75. Minute drehte der 96-Stürmer ein sehr unterhaltsames Spiel.

Augsburg - Hamburg 1:0 (1:0)

In einer Partie auf mäßigem Niveau hatten die Augsburger Feldvorteile. Der HSV kam über den Kampf, spielerisch lief bei den Gästen wenig bis gar nichts zusammen. Mit dem Pausenpfiff erlöste Ja-Cheol Koo per Kopf die Hausherren, Caiuby hatte den Südkoreaner mit einer Flanke von der linken Seite maßgenau bedient. Mit der Führung im Rücken gewann der FCA an Sicherheit und kontrollierte das Geschehen. Hamburg fehlten die Mittel, die gegnerische Defensive in Verlegenheit bringen zu können.

Frankfurt - Freiburg 1:1 (1:0)

Die Hausherren hatten die Partie vor der Pause weitestgehend im Griff, wirkten in der Defensive jedoch anfällig. Bartosz Kapustka (13.) vergab die beste Gäste-Chance - Marius Wolf klärte auf der Linie. Auf der anderen Seite machte es Sebastien Haller (28. Minute) besser, der die Kugel aus fünf Metern ins Tor stocherte. Nach Wiederanpfiff die SCF-Antwort: Robin Koch (51.) erzielte nach einer Ecke von Christian Günter sein erstes Bundesligator. Freiburg blieb gefährlich, die Eintracht bemüht, doch einen Vorteil konnte sich keine Mannschaft verschaffen.

Bremen - Hoffenheim 1:1 (0:1)

Die Gäste gaben den Ton an, Werder zog sich weit zurück und überließ Hoffenheim die Initiative. Und das sollte sich rächen. Nach einer kurzen Ecke flankte Serge Gnabry den Ball gefühlvoll in die Mitte, Benjamin Hübner (39. Minute) traf völlig ungedeckt per Kopf zur verdienten Führung. Bremen kam engagierter aus der Kabine und zum Ausgleich: Eine Ecke von Zlatko Junuzovic fand Theodor Gebre Selassie und der Ball den Weg ins Tor (63.). Fortan entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem beide Teams das Feld als Sieger hätten verlassen können.

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