Bundestagswahl 2017: Wer sitzt für die AfD bald im Deutschen Bundestag?

Sitzen diese Männer bald im Plenum
Sitzen diese Männer bald im Plenum AfD-Kandidaten für den Bundestag 00:01:49
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Alternative für Deutschland: Eine andere Art von Streitkultur

Sie wollten drittstärkste Kraft bei der Bundestagswahl 2017 werden und schon bei der ersten Hochrechnung am Wahlsonntag war klar: Die Alternative für Deutschland hat ihr Ziel erreicht. 12,6 Prozent der Stimmen hat die AfD bekommen und stellt damit im neuen Bundestag 94 Abgeordnete.

Die selbsternannte Alternative für dieses Land hat einen eigenartigen Umgangston. Jemand, der an harter sachlicher Auseinandersetzung über politische Fragen interessiert ist, kann sich daran nur schwerlich gewöhnen. Ein Blick zurück: Die Debatte, die dem Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt im Jahre 1982 vorausging, hatte es in sich, die Redner teilten untereinander gut aus, es wurde durchaus auch polemisch, aber es ging nie unter die Gürtellinie. Männer und Frauen wie Helmut Schmidt, Gerhard Baum, Hildegard Hamm-Brücher oder Heiner Geißler hatten eine hohe Streitkultur.

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Eindeutige Verbindungen der AfD in die rechte Szene

Worte wie „Koksnasen“ und „Kinderschänder“ wären Ihnen bei der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner nicht über die Lippen gekommen. Stephan Brandner, Spitzenkandidat in Thüringen und Statthalter für den selbst parteiintern umstrittenen Björn Höcke kennt da kein Tabu. Ob das den politischen Diskurs in diesem Land voranbringt, darf bezweifelt werden.

Doch woher kommt dieser Hass? Traurig aber wahr, bei einigen führt die Recherche zur Person in eine nicht ganz so schöne Umgebung. Seien es laufende Verfahren wegen schwerer Körperverletzung oder Verbindungen zu eindeutigen rechtsextremen Vereinigungen. Mehr über mögliche zukünftige Bundestagsabgeordnete der AfD erfahren Sie im Video.