Den Aktien sei Dank: Deutsche sind so reich wie nie

Menschen weltweit so reich wie nie
Wegen kräftiger Kursgewinne an den Börsen ist das Geldvermögen weltweit auf ein Rekordhoch geklettert. © dpa, Jens Büttner

Stärkstes Wachstum seit sechs Jahren

Die Deutschen besitzen ein Brutto-Geldvermögen von 4.939 Milliarden Euro und sind damit so reich wie nie. Doch auch weltweit kletterte das Vermögen der privaten Haushalte im Jahr 2012 um 8,1 Prozent nach oben. Das berichtet der Versicherungskonzern Allianz in Frankfurt bei der Vorstellung des 'Global Wealth Reports'. Grund sind kräftige Kursgewinne an den Börsen.

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Das Vermögen liegt in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Aktien oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen vor, berichtet die Allianz. Das Wachstum lag weit über dem Durchschnitt der Zeit von 2001 bis 2012 von 4,6 Prozent pro Jahr. Es war das stärkste seit sechs Jahren und übertraf das Plus von 7,1 Prozent im Jahr 2010 und 2,5 Prozent 2011. Immobilien oder Vermögensgegenstände wie Autos oder Kunst sind in der Statistik nicht enthalten.

Der Geld-Vermögensbestand summierte sich nach den Angaben rund um den Globus auf das Rekordniveau von 111,2 Billionen Euro. Treiber war insbesondere die gute Entwicklung an den Aktienmärkten: Das in Wertpapieren gehaltene Vermögen erreichte mit einem Plus von 10,4 Prozent das beste Ergebnis seit der Finanzkrise. Auch die Ansprüche der Haushalte gegenüber Versicherungen und Pensionseinrichtungen wuchsen 2012 kräftig um 7,4 Prozent.

Größter Vermögenszuwachs in Asien

Unter den drei großen Anlageklassen schnitten die Bankeinlagen mit plus 6,7 Prozent am schwächsten ab. Da aufgrund der extrem niedrigen Zinsen in vielen Ländern kaum Wertsteigerungen im Portfolio anfielen, sei dieses Wachstum auf "frische" Anlagegelder zurückzuführen.

Zum Zuwachs der Geldvermögen trugen alle Regionen bei: Am höchsten fiel das Plus mit knapp 16 Prozent in Asien (ohne Japan) aus, auch Lateinamerika und Osteuropa wuchsen zweistellig. Dank boomender Börsen erzielten auch Nordamerika und krisengeplagte Westeuropa mit 8,3 Prozent beziehungsweise 5,3 Prozent noch deutliche Zuwächse.