Eisbär Lars ist tot: Der Papa von Knut wurde eingeschläfert

ARCHIV - Eisbär «Lars» liegt am 05.06.2012 im Eisbärengehege des Rostocker Zoos. Der 23-jährige Eisbär «Lars», der Vater des berühmten Berliner Eisbären «Knut» und des in Rostock geborenen «Fiete» ist tot. Wie der Rostocker Zoo am 19.09.2017 berichte
Eisbär Lars, der Papa von 'Knut' ist tot. © dpa, Bernd Wüstneck, bwu vfd bra fpt

Eisbär Lars wurde wegen einer Krebserkrankung eingeschläfert

Der 23-jährige Eisbär Lars, Vater des berühmten Berliner Eisbären 'Knut' und des in Rostock geborenen 'Fiete', ist tot. Der Zoo Rostock teilte mit, dass Lars im dänischen Zoo Aalborg eingeschläfert wurde, um ihn von einem Krebsleiden zu erlösen

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"Die Mitarbeiter des Rostocker Zoos sind sehr traurig und bestürzt über den Tod von Lars"

Schwarzweiß-Foto vom verstorbenen Eisbären Lars.jpg
Eisbär Lars, der Vater von Fiete und Knut, ist im dänischen Zoo Aalborg eingeschläfert worden.

Anfang September seien bei Lars stark erhöhte Leberwerte festgestellt worden. Bei einer weiteren Untersuchung wurde Krebs diagnostiziert. Die Obduktion habe gezeigt, dass ein Tumor bereits große Teile der Leber befallen hatte. 

"Die Mitarbeiter des Rostocker Zoos sind sehr traurig und bestürzt über den Tod von Lars", heißt es in der Mitteilung auf der Facebook-Seite des Zoos. "Wir standen ständig in Kontakt mit den dänischen Kollegen, die alles in ihrer Macht Stehende für Lars getan haben. Die Entscheidung, Lars von seinen Leiden zu erlösen, ist aufgrund der schwerwiegenden Krebserkrankung schweren Herzens zu verstehen."

Lars war am 12. Dezember 1993 im Tierpark Hellabrunn in München geboren worden. Von 1999 bis 2009 lebte er im Zoo Berlin, danach in Wuppertal. Im Mai 2012 kam er nach Rostock, wo er bis zu einem baubedingten Umzug nach Aalborg im April 2015 lebte.

Eisbär Lars lebte in Zoos in München, Berlin, Wuppertal, Rostock und Aalborg

Eisbär Lars wurde am 12. Dezember 1993 im Tierpark Hellabrunn in München geboren. Von 1999 bis 2009 lebte er im Zoo Berlin und von Oktober 2009 an im Zoo Wuppertal. Im Mai 2012 kam er nach Rostock,. Im April 2015 zog er dann in den Aalborg Zoo nach Dänemark um. 

Neben dem 2006 in Berlin geborenen Knut und dem Rostocker Eisbären Fiete, der im Dezember 2014 zur Welt kam, zeugte Lars auch die Wuppertaler Eisbärin Anori und im November 2016 geborene Aalborger Eisbärzwillinge.

Knut war 2011 nach einem epileptischen Anfall ins Wasser gestürzt und ertrunken. Fiete lebt seit November 2016 im ungarischen Zoo Sóstó. Seine Mutter Vilma war im Herbst ebenfalls im Zoo Aalborg unerwartet gestorben. Bei ihr konnte bislang noch keine Todesursache festgestellt werden.

Das kurze Leben von Eisbär Knut
Das kurze Leben von Eisbär Knut Die bewegendsten Bilder 00:02:15
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Das Schicksal von Lars' Nachwuchs Knut bewegte die Welt

Im Jahr 2006 hatte das Schicksal von Knut, dem ältesten Nachwuchs von Lars, für großes Aufsehen gesorgt. Es war die erste Eisbärengeburt im Zoologischen Garten Berlin seit mehr als 30 Jahren. Knut wurde von Pfleger Thomas Dörflein mit der Hand aufgezogen, die niedlichen Bilder gingen um die Welt. Knuts tragischer Tod im Jahr 2011 bewegte Tierfreunde weltweit. Im Video können Sie sich noch einmal die schönsten Bilder aus Knuts kurzem Leben anschauen.