Erneutes Erdbeben in Mexiko: Zwei Frauen sterben durch Herzinfarkte

Erneutes Erdbeben in Mexico
Erneutes Erdbeben in Mexico Stärke 6,1 00:01:27
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Erdbeben-Alarm in Mexiko-Stadt

Vier Tage nach dem Erdbeben mit rund 300 Toten hat erneut ein Erdbeben Mexiko erschüttert. Das Zentrum des Erdbebens mit der Stärke 6,1 lag im Süden des Landes im Bundesstaat Oaxaca, hieß es nach vorläufigen Angaben des Seismologischen Instituts. Auch in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Dadurch seien zwei Frauen so kurz nach dem verheerenden Beben vom Dienstag vor Schreck an Herzinfarkten gestorben. Eine 80 Jahre alte Frau starb demnach zu Hause, eine andere, als sie auf die Straße floh. Das teilten die Behörden mit.   

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Zentrum des Erdbebens nahe der Stadt Ixtepec

Es war das dritte schwere Beben in rund zwei Wochen: Viele Menschen wurden im Schlaf überrascht, sie rannten verängstigt auf die Straßen. Allerdings seien die Erdstöße längst nicht so heftig zu spüren gewesen, wie am Dienstag beim Beben mit einer Stärke von 7,1. Durch ein Beben der Stärke 8,1 am 7. September starben 98 Menschen - damals lag das Zentrum aber draußen im Pazifik, es traf vor allem den Süden, der nun auch beim erneuten Beben besonders betroffen war. 

Das Zentrum des neuerlichen Bebens lag nach Angaben des Leiters der Zivilschutzbehörde Luis Felipe Puente rund zwölf Kilometer nördlich von Ixtepec. Die Stadt liegt rund 680 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt. Mehrere Häuser und eine Brücke stürzten in der Region ein.

Viele der eingestürzten Gebäude bereits evakuiert

Wie TV-Sender berichteten, wurde wie schon beim Erdbeben vom 7. September die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca schwer getroffen, mindestens acht Gebäude seien hier eingestürzt. Die meisten der eingestürzten Gebäude waren aber bereits evakuiert, weil sie Schäden vom letzten Beben aufwiesen - auch eine bereits beschädigte Brücke in der Stadt Ixtaltepec stürzte ein und soll nach Angaben von Verkehrsminister Gerardo Ruiz Esparza schnell wieder aufgebaut werden.

Mexikos Staatspräsident Enrique Peña Nieto versprach rasche Notfallhilfe, er sei im Gespräch mit den Behörden vor Ort. Es gebe aber bisher keine Hinweise auf ähnlich schwere Schäden und große Opferzahlen wie vor wenigen Tagen, hieß es.

Sucharbeiten nach letztem Beben noch nicht beendet

Durch das Beben vom Dienstag starben bisher 298 Menschen, davon alleine 160 in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Die Sucharbeiten nach Überlebenden unter den Trümmern gingen aber trotz der sinkenden Chancen weiter, sagte Luis Felipe Puente. Bisher wurden nach Angaben der Stadtregierung von Mexiko-Stadt rund 70 Menschen lebend geborgen.