Es kann Jeden treffen: Betrüger missbrauchen DHL-Packstationen für Straftaten

Rechnung bekommen, aber nichts bestellt?
Rechnung bekommen, aber nichts bestellt? Dahinter könnte diese Betrugsmasche stecken 00:01:33
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Betrug mit Packstationen? Jeder kann Opfer werden

Haben Sie schon mal eine Rechnung für etwas bekommen, das Sie gar nicht im Internet bestellt haben? Dann sind Sie wahrscheinlich Opfer einer Betrugsmasche geworden, die bei Kriminellen immer beliebter wird. Beängstigend: Die Täter brauchen nur wenige persönliche Angaben, um auf Ihre Kosten online auf Shoppingtour zu gehen. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche, bei der DHL-Paketstationen eine wichtige Rolle spielen.

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So wehren Sie sich gegen Kriminelle, die auf fremden Namen Waren bestellen

52.000 registrierte Fälle von Warenkreditbetrug gab es allein im letzten Jahr in Deutschland, Tendenz steigend. Die Betrüger gehen folgendermaßen vor: Sie richten sich einen Zugang für eine Packstation von DHL online ein - registriert auf eine echte Adresse, die die Kriminellen einfach aus dem Telefonbuch ausgesucht haben. Zusätzlich geben sie noch eine E-Mail-Adresse an, auf die sie selbst zugreifen können. DHL verschickt dann die Zugangsdaten für die Packstation - sowohl per Post, als auch per E-Mail. Dem Begrüßungsschreiben liegt die DHL-Goldcard bei, die notwendig ist, um ein Paket abzuholen.

Um an die Goldcard zu kommen, klingeln die Betrüger oft einfach an der Tür des Opfers und erklären, die DHL zu vertreten: Angeblich wurde die Goldcard nur aus Versehen verschickt und soll wieder zurückgegeben werden. Mit den Daten können die Kriminellen sich dann Pakete an die Packstation senden lassen. Die Waren können mit der Goldcard abgeholt werden, ohne dass jemand misstrauisch wird. Und die Rechnung geht an die ahnungslose Person, deren Daten missbraucht wurden.

So können Sie sich wehren: Anzeige erstatten bei Polizei. Dann wird ermittelt und der Geschädigte kann nachweisen, dass er mit der Sache nichts zu tun hat. Möglicherweise versucht eine Betrügerbande, auf ihren Namen noch weitere Paketfächer zu registrieren.

Sollten Sie also ein Begrüßungschreiben von der DHL im Briefkasten haben, geben Sie es an niemanden heraus. Im Video erklärt Rechtsanwalt Christian Solmecke, was Sie mit der offenen Rechnung machen sollten und wer für entstandene Schäden aufkommt.