Ex-Hurrikan 'Ophelia' forderte drei Todesopfer und verursachte ein Chaos

Die Auswirkungen von Ex-Hurrikan 'Ophelia'
Die Auswirkungen von Ex-Hurrikan 'Ophelia' 'Ophelia': Drei Menschen sterben durch umgestürzte Bäume 00:01:18
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'Ophelia' fordert drei Todesopfer in Irland

In Irland kostete 'Ophelia' drei Menschen das Leben. Es herrschte Chaos, Hunderttausende wurden von der Stromversorgung abgeschnitten. Es könnte Tage dauern, bis die Schäden beseitigt sind. 

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Hunderttausende ohne Strom

Ex-Hurrikan 'Ophelia' vor Irland und Großbritannien
Ein Flugzeug fliegt am 16.10.2017 in London (Großbritannien) über der Spitze des Shard hinüber. Der Himmel hat aufgrund des Ex-Hurrikans 'Ophelia' eine ungewöhnliche Färbung angenommen. © dpa, Dominic Lipinski, hel pat

Drei Tote, Hunderttausende Menschen ohne Strom, umgestürzte Bäume im ganzen Land: Der Ex-Hurrikan 'Ophelia' hat für Chaos in Irland gesorgt. In der Nacht zum Dienstag zog der Sturm dann weiter in Richtung Schottland und Nordengland und brachte den Zugverkehr am Dienstag dort teilweise zum Erliegen. 

Der Sturm brachte Sand aus der Sahara und Asche von Waldbränden in Portugal und Spanien mit und tönte den Himmel in weiten Teilen Großbritanniens orange. Die Sonne färbte sich rot.  

Der irische Wetterdienst hob in der Nacht die höchste Sturmwarnung auf. Die Schulen blieben nach Angaben des Bildungsministeriums zwar noch einen Tag geschlossen, die Universitäten öffneten wieder. Straßen blieben teilweise gesperrt. 

Dem Energieunternehmen ESB Networks zufolge waren in Irland zeitweise rund 360.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Schuld daran waren umgestürzte Bäume und Strommasten im ganzen Land. Es werde bis zu zehn Tage dauern, bis alle Leitungen wiederhergestellt seien, teilte das Unternehmen mit.

Für Schottland und Nordostengland warnte der britische Wetterdienst auch am Dienstag vor starken Winden. Rund um Edinburgh war der Zugverkehr am Dienstagfrüh stark eingeschränkt. Teilweise kam es zu Stromausfällen. Auch im Norden Englands kam es zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr.

Die Windspitzen von Ex-Hurrikan 'Ophelia' am Montag

09:00 Uhr

Am Montagvormittag lag 'Ophelia' kurz vor der Küste Irlands, brachte aber bereits Spitzenböen von Tempo 100:

St.Mary/Scilly Island: 107 km/h
Sherkin Island: 100 km/h

13:00 Uhr

Mittags hatte das Hauptsturmfeld von 'Ophelia' mit schweren Orkanböen die irische Südküste erreicht:

Roches Point: 156 km/h (Mittel 111, also fast Orkanstärke!)
Flughafen Cork: 126 km/h

15:30 Uhr

Nachmittags sorgte 'Ophelia' an der Südküste Irlands weiterhin für schwere Orkanböen:

Waterford: 137 km/h
Roches Point: 130 km/h

19:00 Uhr

Gegen Abend erreichte  'Ophelia' auch den Westen Englands, Wales und Schottland mit schwerem Stum mit Orkanböen:

Capel Curig, Aberdaron (England): 144 km/h
Valley (England): 130 km/h
Flughafen Isle of Man: 124 km/h
Mumbles (Cornwall): 122 km/h
Flughafen Baldonnel (Dublin): 115 km/h

'Ophelia' weckt Erinnerungen an den 'Great Storm' (großen Sturm), der am 16. Oktober 1987 über Großbritannien fegte. Bei dem Unwetter starben 18 Menschen.

Video: Die Zugbahn von 'Ophelia' in einer Animation

Die Zugbahn von 'Ophelia' in einer Animation
Die Zugbahn von 'Ophelia' in einer Animation Animation: So trifft 'Ophelia' auf die Britischen Inseln 00:00:20
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'Ophelia' ist der zehnte Hurrikan in dieser Saison

'Ophelia' ist bereits der zehnte Hurrikan, der sich in dieser Saison über dem Atlantik zusammengebraut hat. Der Sturm erreichte Mitte vergangener Woche südwestlich der Azoren seinen Höhepunkt, seitdem bewegt er sich in Richtung Nordosten.

Video Satellitenfilm von Europa: So schnell zog 'Ophelia' nach Norden

Tiefausläufer erreichen Deutschland
Tiefausläufer erreichen Deutschland Der Satellitenfilm für Europa (18.10. bis 20.10.) 00:01:00
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Der heftigste Sturm in Irland seit 50 Jahren

Mit dem Eintritt in kühlere Regionen hat 'Ophelia' teilweise an Kraft verloren und ist nun kein Hurrikan mehr. Doch die Rede ist vom heftigsten Sturm in Irland seit 50 Jahren. 'Ophelia' hatte das öffentliche Leben in Irland am Montag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern weitgehend lahmgelegt.

Zwei Autofahrer starben, als ihre Wagen von umstürzenden Bäumen getroffen wurden. Ein Mann kam im Süden Irlands bei einem Unfall mit einer Motorsäge um, als er versuchte, einen umgestürzten Baum wegzuräumen. Das Dach eines Fußball-Stadions in Cork im Süden des Landes stürzte teilweise ein. Am Flughafen Dublin wurden 180 Flüge gestrichen. Schulen und öffentliche Gebäude blieben geschlossen. Die Menschen wurden aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben.