Fahrgast konnte Rechnung nicht begleichen: Taxifahrer fährt unfreiwillig um die halbe Welt

Taxifahrt quer durch Europa
Ein Taxifahrer aus Wien fuhr seinen Fahrgast erst quer durch Europa und flog dann sogar mit ihm nach Mexiko. Dort ließ ihn der Mann auf der Rechnung sitzen. (Motivbild) © dpa, Roland Weihrauch

Mann wollte mit dem Taxi quer durch Europa – und dann nach Mexiko

So eine Anzeige bekommt die Polizei auch nicht alle Tage zu Gesicht: Mitten in der Nacht erschien plötzlich ein 47-jähriger Taxifahrer aus Wien auf der Polizeiwache in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen). Ein Fahrgast hatte ihn auf Fahrtkosten in Höhe von 18.000 Euro sitzen lassen. Der Taxifahrer hatte den Mann schon öfter gefahren. Doch dieses Mal konnte er seine Rechnung offenbar nicht begleichen.

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Fahrgast machte sich einfach aus dem Staub - ohne zu bezahlen!

Verrückte Taxifahrt quer durch Europa
Die außergewöhnliche Taxifahrt führte von Wien über Frankreich nach London, in die Slowakei und wieder zurück nach London. (Foto: Google Maps)

Wie weit muss man mit dem Taxi fahren, damit ein so hoher Betrag auf der Uhr zusammen kommt? Der Fahrer hatte den Mann schon am 10. Oktober in Monte Carlo abgeholt. Auftragsgemäß ging die Fahrt von dort aus quer durch Europa: Zuerst nach Nizza, weiter nach Brüssel, bis nach London. Von dort aus musste der Fahrgast dann nach Zilina (Slowakei) und weiter nach Bad Münstereifel, wo die beiden Männer zwei Nächte im Hotel verbrachten, bevor es zurück nach London ging.

Dort sollte die Fahrt eigentlich enden, doch der Fahrgast war plötzlich nicht in der Lage, den Taxifahrer zu bezahlen. Die 18.000 Euro, die er dem Taxifahrer schulde, habe er auf einer Bank in Mexiko, erklärte der Mann. Die beiden vereinbarten, zusammen nach Cancun zu fliegen. Dort wollte der Fahrgast die Rechnung dann angeblich begleichen. Die Männer checkten in einem Hotel ein, doch dann setzte sich der Fahrgast einfach ab und ließ den Taxifahrer auf den 18.000 Euro sitzen, die er ihm noch schuldete.

Taxifahrer stand plötzlich allein in Mexiko

Nun stand der Taxifahrer nicht nur vor dem Problem, dass er seinem Arbeitgeber erklären musste, dass die versprochenen 18.000 Euro futsch waren, sondern er musste auch wieder nach Hause kommen. Der 47-Jährige hatte gar nicht genug Geld bei sich, um die Hotelrechnung und den Rückflug zu bezahlen.

Er musste seine Frau anrufen, die ihm Geld schickte. Erst dann konnte er den Rückflug nach London antreten, wo sein Taxi am Flughafen stand. Über Toronto und Island ging es zurück in die britische Hauptstadt. Von dort aus fuhr er mit seinem Taxi weiter und steuerte die erst beste deutschsprachige Polizeiwache an, um den Zechpreller anzuzeigen.