Fast jedes zweite Haustier ist zu dick - so erkennen und bekämpfen Sie Übergewicht

Tierärzte warnen: Unsere Hunde und Katzen sind zu dick
Tierärzte warnen: Unsere Hunde und Katzen sind zu dick So erkennen und bekämpfen Sie Übergewicht 00:01:34
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Belastete Gelenke, Bluthochdruck, Diabetes sind auch für Hund und Katze gefährlich

Es sind erschreckende Zahlen: Nach Schätzungen von Tierärzten bringen mehr als 40 Prozent aller Haustiere zu viel auf die Waage. Und das kann fatale Folgen haben. Genau wie beim Menschen sind eigentlich alltägliche Dinge, wie ausgedehnte Spaziergänge, kaum noch möglich. Und auch die Lebenserwartung von Hunden oder Katzen sinkt bei starkem Übergewicht deutlich. Übergewicht, Bluthochdruck & Co. können die Tiere bis zu zwei Jahre Lebenszeit kosten. Dabei gibt es einfache Tricks, wie Vierbeiner normalgewichtig bleiben - oder wieder werden.

Jedes Leckerli geht auf die Hüften

Wenn es dem Tier gut geht, freuen sich Frauchen oder Herrchen. Aber leider meinen es Tierbesitzer oft zu gut mit ihrem Liebling und verwöhnen ihn zu sehr - vor allem beim Futter. Denn jedes Leckerli geht auf die Hüften. Kombiniert mit zu wenig Bewegung, leidet das Haustier schnell an Übergewicht.

Und genau da sind die Tierhalter gefragt. Denn ihr Fehlverhalten ist der häufigste Grund, warum Haustiere dick werden. Meist liegt es an mangelnder Bewegung, dem falschen Futter oder zu vielen Leckereien zwischendurch, sagen Tierärzte. Häufig ist es eine Kombination aus allen drei Faktoren. Wie Besitzer feststellen, ob ihr Haustier übergewichtig ist, ist eigentlich ganz einfach.

Wenn die Rippen von außen nicht mehr ohne Druck zu erstasten sind und die Taille nicht mehr zu sehen ist, gilt ein Tier in der Regel als zu dick. Und dann sollten die Besitzer handeln. Tierärztin Dr. Jeannette Pfeffer erklärt im Video, worauf Sie noch achten sollten und mit welchem kleinen psychologischen Trick Sie verhindern, dass Bello, Pfiffi & Co. weiter an Gewicht zulegen.

So setzen Sie Haustiere erfolgreich auf Diät

Außerdem sollten sich die Tiere deutlich mehr bewegen. Mit Hunden können die Tierhalter etwa längere Spaziergänge unternehmen oder das Tier durch Ball- und Stöckchenwerfen spielerisch zum Rennen animieren. Für Hauskatzen sollten sich Herrchen oder Frauchen mehr Zeit zum Spielen nehmen und dabei deren Jagdinstinkt wecken. Kastrierte Wohnungskatzen neigen besonders zu Übergewicht. Es ist jedoch Vorsicht geboten, wenn die Vierbeiner bereits stark übergewichtig sind. Wieviel bzw. ob überhaupt "Sport" in Frage kommt, kann nur der Tierarzt entscheiden.

Und natürlich sind ständige Naschereien für übergewichtige Tiere tabu. Grundsätzlich gilt aber: Leben mehrere Tiere in einem Haushalt und ist eines davon zu dick, ist es besser, sie einzeln zu füttern. So bekommt jeder nur das, was er tatsächlich braucht. Wie das ideale Fitness- und Diätprogramm für das jeweilige Tier aussieht, sollte am besten direkt mit dem Tierarzt abgestimmt werden. Der kann auch ausschließen, ob nicht doch eine Erkrankung hinter der Gewichtszunahme steckt.

Und zum Schluss noch die wohl schwierigste Aufgabe für jeden Tierliebhaber: unbedingt den bettelnden Kulleraugen widerstehen!