Gaffer verursachen Unfall und sehen einer Familie beim Sterben zu

Zwei Autos zwischen Lastwagen eingequetscht
Zwei Autos zwischen Lastwagen eingequetscht Vier Tote bei Horror-Unfall auf der A5 00:00:46
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Beinahe eine ganze Familie ausgelöscht

Was wird das 15-jährige Mädchen denken und fühlen, wenn ihre körperlichen Verletzungen langsam heilen? Wie wird sie es verwinden, dass ihre Schwester (13), ihre Eltern (51, 46) und ein weiterer Mann (60) brutal aus dem Leben gerissen wurden?

Eine kleine Mitteilung der Polizei offenbart das große Problem: Die Gaffer

Die vier Menschen waren bei einem schweren Unfall auf der A5 in Baden-Württemberg nahe des Autobahnkreuzes Walldorf ums Leben gekommen. Ein Sattelschlepper war auf zwei Autos gerast und hatte sie mit extremer Wucht unter einen anderen Sattelschlepper geschoben. Die ungleichen Kräfte- und Größenverhältnisse wurden den Insassen der Pkw zum Verhängnis.

Dass so furchtbare Unfälle wie dieser passieren, ist beinahe trauriger Alltag. Das ist schlimm genug. Doch das, was auf der Gegenfahrbahn passierte, macht wütend. Die Polizei formulierte recht neutral: "Auf der Gegenfahrbahn ereignete sich gegen 14.45 Uhr ein 'Gaffer-Unfall' mit insgesamt sieben Fahrzeugen – drei Auffahrunfälle. Dort sind drei Verletzte zu beklagen."

"Schlicht unverständlich und pietätlos"

Während also die Familie des 15-jährigen Mädchens und ein weiterer Mann qualvoll starben, nachdem sie zwischen zwei tonnenschweren Sattelschleppern zerquetscht wurden, hatten Menschen auf der Gegenfahrbahn nichts Besseres zu tun, als anzuhalten, ihrerseits Unfälle zu verursachen, ihr eigenes und das Leben anderer zu riskieren. Und das nur, nur um zu gaffen. Um zuzusehen wie vier Menschen bei einem von ihnen unverschuldeten Unfall starben. Der Polizeisprecher der Polizei Mannheim, David Faulhaber fand die angemessenen Worte: "Wie man auf der Gegenfahrbahn effekthascherisch Aufnahmen eines schweren Unfalls machen kann, ist für uns schlicht unverständlich und pietätlos."