Die Dorn-Methode gegen Rückenschmerzen: Hilft sie besser als der Chiropraktiker?

Hilft die Dorn-Therapie gegen Rückenschmerzen
Hilft die Dorn-Therapie gegen Rückenschmerzen Alternative zum Chiropraktiker? 00:02:55
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Dorn-Methode : Die sanfte Therapie für Kinder und Erwachsene

Die Dorn-Methode wurde etwa 1975 von dem Landwirt Dieter Dorn entwickelt. Er litt selbst unter Rückenschmerzen und ließ sich von einem alten Bauern in der Nachbarschaft behandeln. Fasziniert vom Heilungserfolg arbeitete er sich in den Wissensbereich ein. Letztlich erhielt er Unterstützung durch einen Mediziner, welcher Dorn dazu animierte, sein praktisches Wissen weiterzugeben.

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Was ist die Dorn-Methode?

Bei der Dorn-Methode geht man davon aus, dass es bedingt durch den modernen Lebensstil in überwiegend sitzender Tätigkeit letztlich zu Fehlbelastungen des Körpers und damit zu einer falschen Stellung von Wirbelsäule und Becken kommt. Auch die heute so oft vorkommende Beinverkürzung soll sich so entwickeln können. Die ganzheitliche Behandlung umfasst Knochen und Knorpel, die Menisken, Kapseln und Bänder, die Muskeln, Faszien, Nerven, Blutgefäße und das Bindegewebe. Das gesunde Zusammenspiel beruht laut Dorn auf einer Harmonie zwischen diesen Körperteilen. Dabei stützt sich die Methode auf Elemente der Meridian-Lehre und der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Wie läuft die Dorn-Therapie ab?

Vorangestellt wird eine gründliche Anamnese des Patienten. Nicht alle Blockaden verursachen auch Schmerzen, wohl aber Probleme, weshalb der Therapeut den Körper daraufhin abtastet. Die Wirbelsäule als stützendes und tragendes Gerüst steht immer im Mittelpunkt. Auch ein möglicher Beckenschiefstand und die Beinlängen werden vermessen. Dann beginnt der Therapeut mit dem sanften Einrücken der blockierten Nerven, Gelenke oder Wirbel. Dies hat jedoch nichts mit den ruckartigen Bewegungen der Chiropraktik zu tun. Die Dorn-Therapie verläuft schmerzfrei. Bei den schiebenden und drückenden Korrekturen am Bewegungsapparat ist der Patient zur Mithilfe animiert. Der Therapeut erklärt die Blockaden und Fehlstellungen und gibt dem Patienten anschließend bestimmte Übungen für Zuhause auf. Eine Dorn-Therapie umfasst meist bis zu fünf Behandlungen. Ziel der Dorn-Methode ist es, den Patienten zur Selbsthilfe anzuleiten. Dieser soll fortan in der Lage sein, mögliche Fehlstellungen selbst zu registrieren und sich so präventiv behandeln zu können.

Bei welchen Problemen soll die Dorn-Therapie helfen?

Wer die Dorn-Therapie nutzt, der leidet meist unter schmerzhaften Problemen des Bewegungsapparates. So sind dort Patienten mit Nackenschmerzen, diffusen Schmerzen der Gliedmaßen oder mit allgemeinen Bewegungseinschränkungen anzutreffen. Auch Kinder sollen, wenn sie unter Entwicklungsverzögerungen leiden, mit der Dorn-Methode erfolgreich behandelt werden können.

Was sollte man bei der Dorn-Methode beachten?

Dem Erfinder der Dorn-Methode ging es nie um eine Kommerzialisierung, weshalb er sich den Namen auch nicht schützen ließ. Daher gibt es kein Interesse der Medizinindustrie, die Therapieansätze in Studien nachweisen zu lassen. Eine anschließende Vermarktung wäre nicht möglich. Somit zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung nicht. Die privaten Kassen jedoch erstatten zumeist die Dorn-Therapie.

Tipps zum Finden des richtigen Therapeuten

Da der Begriff nicht geschützt ist, wurde er in der Vergangenheit häufig missbräuchlich verwendet. Üblicherweise lassen sich Heilpraktiker, Physio- und Ergotherapeuten, Krankengymnasten, Hebammen und auch viele Ärzte in der Dorn-Methode schulen. Das Internet kann einen guten Überblick über jene Therapeuten geben, welche in der Dorn-Methode ausgebildet worden sind.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

Im Video erklären wir Ihnen ausführlich, wie die Dorn-Methode funktioniert!