Globaler Schutzplan für bedrohte Hai-Bestände

Wießer Hai, Australien, UN
Verendeter Hai an der Küste von Rhode Island. © REUTERS, SCOTT EISEN

Besserer Schutz für sieben gefährdete Hai-Arten

Haie müssen besser geschützt werden - eine viertägige UN-Konferenz hat einen neuen Schutzplan zur Erhaltung bedrohter Hai-Bestände beschlossen. Delegierte aus über 50 Ländern haben das Papier zum Schutz von sieben bedrohten Hai-Arten, wie dem Riesenhai und dem Weißen Hai, in Bonn verabschiedet.

Haie werden gezielt gefangen oder als Beifang mitgefischt. Die Tiere sterben einen qualvollen Tod weil ihnen auf hoher See häufig noch die Flossen abgeschnitten werden. Das sogenannte 'Shark-Finning' wird insbesondere in Asien betrieben, wo Haifischflossensuppe als teure Delikatesse vertrieben wird.

Der neue Schutzplan sieht eine verbesserte Kontrolle der Hai-Bestände und die Verstärkung regionaler Umweltinitiativen unter Einbezug von Vertretern der Fischindustrie vor. Regierungen sollen gegen Überfischung und andere Bedrohungen der Haie enger kooperieren.

Australien bläst zur Jagd auf Weiße Haie

Ungeachtet des neuen Schutzplans zur Arten-Rettung hat Australien die Jagd auf die bedrohten Weißen Haie freigegeben. Auslöser dafür waren fünf tödliche Hai-Angriffe innerhalb kurzer Zeit. Die Tiere stehen unter Naturschutz und sollten bisher nur dann getötet werden, wenn ein Schwimmer bereits verletzt wurde. Zukünftig sollen die Tiere gejagt werden, wenn sie auch nur in der Nähe von Badegästen auftauchen.

"Wir werden das Leben und die Sicherheit von Strandgängern immer über den Hai stellen", äußerte sich Colin Barrett, Regierungschef des Bundesstaats Western Australia, zu der Verschärfung der Jagdbedingungen. Schließlich handle es sich um einen Fisch. Die Regierung sieht vor, Rettungsschwimmer mit Jetskies technisch aufzurüsten und auch häufiger Helikopter gegen Weiße Haie einzusetzen.