Hanau: Max (3) musste sterben – und die Klinik kommt davon!

Max (3) musste sterben – und die Klinik kommt davon!
Max (3) musste sterben – und die Klinik kommt davon! Klinik schickt krankes Kind immer wieder nach Hause 00:02:03
00:00 | 00:02:03

Klinik schickt krankes Kind immer wieder nach Hause

Es ist der Albtraum jeder Mutter: Das eigene Kind atmet nicht mehr, liegt regungslos im Bett. Ein Albtraum, der für Tanja Gethöffer zur Realität wurde. Ihr Sohn hat seit der Geburt Atemprobleme. Als sich diese verschlimmern, fahren sie sofort ins Klinikum nach Hanau. Doch dort werden sie wieder nach Hause geschickt – eine Entscheidung, die der Dreijährige nicht überlebt.

Max wachte nicht mehr auf

Seit seiner Geburt leidet der kleine Maximilian unter schweren Atemproblemen. Aus Angst, ihr Sohn würde ersticken, ruft seine Mutter im Januar 2014 den Rettungswagen. Der Junge wird in das Klinikum Hanau gebracht. Dort geschieht das Unfassbare. Vor Ort befindet die Assistenzärztin, dass Max kein Notfall sei – Mutter und Sohn werden wieder nach Hause geschickt.

Als sich der Zustand des Jungen in den darauffolgenden Tagen verschlechtert, fahren Tanja und ihr Sohn erneut in die Notaufnahme und werden wieder abgewiesen. In ihrer Not wendet sie sich an Fachärzte, die operieren wollen. Doch dazu kommt es nicht mehr. Zum Zeitpunkt des Eingriffs hat Max Fieber, eine Operation wäre zu riskant. Also fahren sie wieder nach Hause. Dort liegt der Kleine am nächsten Morgen regungslos im Bett und wacht nie wieder auf.

Mutter fassungslos - Ermittlungen gegen Klinik ohne Konsequenzen eingestellt

Die Eltern des Kleinen erheben schwere Vorwürfe gegen die Klinik, weil ihr krankes Kind immer wieder nach Hause geschickt wurde. Die zuständige Staatsanwaltschaft leitete damals die Ermittlungen gegen die verantwortlichen Ärzte ein. Zwei Gutachten zu dem Fall stammen jeweils von Experten, die enge Verbindungen zum Klinikum in Hanau haben. Laut der Mutter des kleinen Maximilian weisen beide Gutachten gravierende Fehler auf. Doch jetzt stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein – ohne Konsequenzen für die Klinik.

Eine nicht diagnostizierte Bauchfellentzündung hat letztendlich zum Tod des Dreijährigen geführt – zurück bleibt eine fassungslose Mutter. Wie sie damit jetzt umgeht und wie sie dafür kämpfen will, dass sich so eine Tragödie nicht noch einmal wiederholt, erfahren Sie im Video.