Handy am Steuer: Smartphone beim Autofahren bedeutet Lebensgefahr

Lebensgefahr durchs Handy am Steuer

Nur mal schnell während der Fahrt zu Hause anrufen, mal kurz bei Facebook reinschauen oder die E-Mails checken. Smartphones am Steuer sind mittlerweile eine der häufigsten Unfallursachen überhaupt, Tendenz stark steigend. Damit sind sie fast genauso gefährlich wie Alkohol und Drogen. Denn durch Smartphones wird die Reaktionsfähigkeit am Steuer noch deutlich stärker beeinflusst als durch ein klassisches Handy. Wie sehr, das zeigt Punkt-12- Reporter Thorsten Sleegers in einem beeindruckenden Selbstversuch.

Handy am Steuer: Smartphone beim Autofahren bedeutet Lebensgefahr

Facebook und Co. haben zu einem neuen Fahrverhalten geführt. Das haben Verkehrsforscher jetzt bewiesen. Gerade in der Altersgruppe 18 bis 24 passieren deutlich mehr Unfälle, die nachweislich durch die Bedienung von Smartphones während der Fahrt verursacht werden.

Ein Smartphone während der Fahrt zu bedienen, ist eine ganz andere Herausforderung als ein klassisches Handy. Das will ADAC Sicherheitsexperte Alexander Kuhl heute beweisen. Dabei soll Thorsten Sleegers angeblich schon die Tastensperre zum Verhängnis werden.

Während man bei alten Handys noch mit jeder beliebigen Taste ein Gespräch annehmen und die Tasten mit den Fingern spüren konnte, muss man bei modernen Displays hinschauen. Die permanente und mobile Erreichbarkeit durch Soziale Netzwerke und E-Mails birgt die größte Gefahr, sagt der Sicherheitsexperte.

Die Ablenkung durch Handys und Smartphones am Steuer ist mittlerweile bei jedem zehntem Autounfall Hauptursache. Das ergab eine Untersuchung einer großen deutschen Versicherung. International gibt es viele Kampagnen, die Autofahrern und deren Gesprächspartnern auf drastische Weise deutlich machen: Finger weg vom Handy während der Fahrt. Deutschland ist vergleichsweise verhalten, was solche Schock-Kampagnen angeht. Allerdings werden Verstöße - wie Sleegers sie auf dem Testgelände des ADAC simuliert - mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg bestraft.