Hessen: Kind stirbt nach Meningokokken-Infektion im Landkreis Bergstraße

coccus bacteria illustration
Meningokokken (Illustration). © Getty Images/iStockphoto, Eraxion

Kind stammt aus Lindenfels

Ein Kindergartenkind aus dem südhessischen Lindenfels hat sich mit Meningokokken infiziert und ist am 19. Januar an der Infektion gestorben. Laut Gesundheitsamt handelt es sich um den Erreger vom Typ B., dem häufigsten Typ der Erkrankung. Wie die Behörden mittlerweile mitteilten, war das Mädchen erst zwei Jahre alt.

Keine weiteren Fälle

Das Gesundheitsamt hat alle Menschen, die mit dem Kind Kontakt hatten, mittlerweile informiert und ihnen Antibiotika empfohlen. Es gibt zwar keine weiteren Verdachtsfälle, jedoch blieb die Kita am Montag vorsorglich noch geschlossen.

Zahl der Meningokokken-Fälle in Deutschland rückläufig

Infektionen mit Meningokokken können innerhalb von nur wenigen Stunden zum Tode führen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden im letzten Jahr 278 Meningokokken-Fälle gemeldet, das sind weniger als 2016. Nur fünf bis zehn Prozent der Infektionen enden tödlich.

Besonders gefährlich für Kleinkinder

Impfung eines Kindes
Kind wird geimpft (Symbolbild) © Dan Race - Fotolia

Meningokokken werden durch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Infektion kann zu Hirnhautentzündungen und zu einer Blutvergiftung führen. Am stärksten gefährdet sind Kinder in den ersten fünf Lebensjahren.

Seit 2006 empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung gegen Meningokokken-C für alle Kinder im zweiten Lebensjahr. Die Impfung gegen den Typ B wird bisher nur für Risikopersonen oder Menschen empfohlen, die Kontakt zu Erkrankten hatten.