'Horrorhaus' von Höxter als Cannabis-Plantage missbraucht – Polizei verhaftet zwölf Menschen

Cannabis-Pflanzen im 'Horrorhaus' in Höxter
Kriminalpolizei hebt eine Drogenplantage im 'Horrorhaus' von Höxter aus. © dpa, Polizei Bielefeld, mg nic

Polizei stellte in Höxter über 1.000 Cannabispflanzen sicher

Das Haus hat ohnehin schon eine schreckliche Geschichte. Jetzt wurde es wieder für kriminelle Machenschaften missbraucht – allerdings ganz anderer Art: Die Polizei fand in dem Wohnhaus im ostwestfälischen Höxter eine Drogenplantage und stellte mehr als tausend Cannabispflanzen sicher. Es ist das Haus, in dem ein Paar über Jahre Frauen misshandelt haben soll. Die Geschichte zu dem Fall, der 2016 ans Licht kam, sehen Sie im Video.

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Kopf der Bande kommt aus Niederlanden

Nach der Verhaftung des Paares war das Haus verkauft worden. Ein 50-jähriger Schotte ist nun Eigentümer- und offensichtlich Mitbetreiber der illegalen Cannabis-Plantage. Ihn und elf weitere mutmaßliche Drogenhändler nahm die Bielefelder Polizei mithilfe von Spezialeinheiten fest. "Es gab Ermittlungen im Drogenmilieu und in diesem Zusammenhang ist man drauf gekommen, dass sich eine Plantage im besagten Haus befindet", sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei.

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Kopf der Bande soll ein 42-jähriger Mann aus den Niederlanden sein. Unter den Festgenommenen sind zudem Frauen, die vermutlich als 'Erntehelferinnen' in der Plantage gearbeitet haben. Die Ermittlungen dauern noch an. Die Staatsanwaltschaft kündigte bereits an, Haftbefehle wegen des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu beantragen.